Mittwoch, 26. August 2015

Schöner klicken mit KNAPPA (Shopping at iKEA as a martial art 2)

Wenn man einmal Spaß haben möchte, begebe man sich zuerst zu iKEA, arbeite sich dort ausnahmsweise durch die Möbelausstellung und anderthalbmal durch die Markthalle, ohne das gesuchte Abtropfgestell auch nur im mindesten zu finden. Dabei soll es laut Abfrage im Internet vor Ort gleich 27mal vorhanden sein. Der retirierende Mitarbeiter in der Markthalle – übrigens: warum verhalten sich Mitarbeiter in iKEAs Markthalle eigentlich immer wie das Gespenst von Canterville? Es fehlt nur noch, daß sie heulen und mit Ketten rasseln – sagt, das gibts möglicherweise nur oben in der Möbelausstellung. Die Möbelausstellung wiederum schweigt sich darüber aus, wo es das Teil zu finden ist. Nochmal suche ich es jedenfalls nicht.

Dann kaufe man die Lampe, die man immer schon kaufen will, weil sie einem jedesmal gefällt (sie sieht aus wie eine übergroße, umgekehrte Blüte), warte am Südkreuz gottergeben darauf, ob nicht doch irgendwann eine S-Bahn Richtung Heimat kommen wird, und setze sich zu Hause mit dem Puzzle hin. Inzwischen ist das Licht wundervoll gewittrig geworden.

Darauf, daß die Lampe als Puzzle daherkommen würde, das entfernt an ein Raumschiff erinnert, war ich ob der Größe und Form der Packung schon vorbereitet, auch darf man beim Zusammenbau ganz oft Click! [sic!] machen. Click! ist ein so schön sattes Geräusch und gibt einem ein gutes Gefühl. Das Zusammenbauen machte (deswegen?) viel Spaß und ging auch unerwartet schnell, im Prinzip muß man nur einmal heraushaben, wie herum man die „Blätter“ beim Einsetzen halten muß.

der Bausatz
Wir bauen uns ein Raumschiff: hier ist es wichtig,
oben von unten und schmäler von breiter zu unterscheiden
so werden die Blätter übereinander montiert. Click!

Mittendrin habe ich allerdings auf einmal bemerkt, daß die Blätter zwei verschiedene Seiten haben, eine matte und eine etwas glänzendere, und der Karton anscheinend nicht so gepackt wurde, daß die alle auf dieselbe Seite zu liegen kamen. (Alternativ habe ich manche doch in Händen umgedreht, wer vermag das später noch zu sagen?) Wahrscheinlich ließ sich genau dieses Problem auf einer Bauanleitung, die ohne ein einziges Wort auskommt, nicht darstellen. So mußte ich einige Blätter wieder herausnehmen und in die andere Richtung biegen, weil ich tatsächlich drei mit der glänzenden Seite nach außen verbaut hatte, zweimal unten und einmal mitten in einer Reihe, weshalb ich auch die darüberliegenden Blätter noch einmal lösen mußte. Dieser Lapsus mag dem Dämmerlicht geschuldet sein, ohne ihn wäre ich jedenfalls noch viel schneller fertiggeworden. Einen weniger perfektionistisch veranlagten Menschen hätte es womöglich gar nicht gestört, zumal die Lampe an der Decke hängt, ich aber hätte wahrscheinlich dauernd auf die drei Blätter geguckt, die verkehrtherum sitzen. Immerhin weiß ich jetzt, daß sich die Lampe auch wieder auseinanderbauen ließe, falls man sie einmal nicht nur abstauben möchte, ohne daß die Blätter gleich einen Knick haben.

Mittendrin: leider schlafen mir zwischendurch immer wieder
die Füße ein, ich hätte mir besser das Gebetsbänkchen dazu genommen.
Warum nur hab ich mich nicht gleich an den Küchentisch gesetzt?)
das ist die „glänzige“ Seite, also die, die nicht nach oben gehört (aha!)

Übrigens, liebes iKEA, nach vollbrachter Tat: ich bin überzeugt, daß man von diesen Lampen noch viel mehr verkaufen könnte, wenn das Modell in der Markthalle etwas akkurater montiert wäre und vielleicht gelegentlich auch mal gereinigt würde. Ich meine, man muß die Ehrlichkeit nicht so weit treiben, daß man die Aufmerksamkeit der Leute beim Verkauf aktiv darauf hinlenkt, daß sie im Begriff sind, einen Staubfänger zu erwerben. Nur so als Idee.

Nun hängt die Lampe und sieht wunderschön aus. Oben die Endform, die mir vorschwebt, mit embossiertem Papier über den Blütenblättern; für die Löcher bräuchte man allerdings wohl vor allem auch noch eine Lochzange.

Montag, 24. August 2015

Wonderful, just wonderful!

Ich glaub, da gehts um die eine oder andere meiner neuen Nachbarinnen…

Freitag, 21. August 2015

Tausend hin oder her…

die Speisung der fünftausend

Ohne den Einsatz Herrn Tozmans in irgendeiner Weise schmälern zu wollen: lieber Rundfunk Berlin-Brandenburg, Jesus kam es bei der wunderbaren Brotvermehrung auf ein paar tausend nicht an, weshalb sogar noch zwölf Körbe übrigblieben. Ist es eigentlich so schwer, bei etwa fehlender Allgemeinbildung solche Dinge nochmal zu recherchieren, bevor man sie ins dann Netz föhnt?  Immerhin, die Zahl der Brote und Fische stimmt.

Montag, 10. August 2015

Wenn die Nacht kommt übers Land…


Man kann sich zwar ermuntern, mit dem Psalmisten tagsüber die Hitze zu preisen (Preist den Herrn, Feuer und Glut!), es spricht jedoch nichts dagegen, ihn zur rechten Zeit auch für die Kühle zu preisen. Unterhalb der Brücke saß derweil schweigend ein Reiher.
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