Mittwoch, 24. Dezember 2014

Heute sollt ihr wissen, daß der Herr kommt

Auf Adventskalendern ist das 24. Türchen immer das größte und schönste (weil meist eine Krippenszene drin ist, die von Christi Geburt kündet) – nicht, daß ich mir das jetzt ausgesucht hätte, es wurde ganz von selber so.

Mit dem 16. oder 17. Dezember tritt die Kirche in die gesegnete Zeit des Advents ein, in der sie in den großen O-Antiphonen unter den uralten Anrufungen des Messias dessen Kommen ins Fleisch, in die Welt, erfleht. Von Tag zu Tag scheint die Bitte immer drängender zu werden – komm, Herr, zögere nicht länger! Nach den flehentlichen O-Antiphonen gelangt die Liturgie der Adventszeit schließlich bei der wunderschönen, schlichten Feststellung an:Ecce completa sunt omnia, quae dicta sunt per angelum de Virgine Maria – nun hat sich alles erfüllt, was der Engel der Jungfrau Maria gesagt hat.

Das Responsorium wiederum verheißt: Heute sollt ihr wissen, daß der Herr kommt und morgen werdet ihr schauen seine Herrlichkeit.

Zu meinen liebsten Weihnachtsbildern – abseits der klassischen Ikonographie – gehören die des Memmingers Josef Madlener († 1967). (Madlener kam, abseits von der Beliebtheit seiner Motive für Andachtsbildchen zu unerwarteter Bekanntheit in jüngerer Zeit, als man für den Herrn der Ringe von ihm abkupferte.) Daß mir nun gerade Madlener in den Sinn gekommen ist, liegt sicher daran, daß ich ein Fleißbildchen hatte, das Josef und Maria vor einer verschneiten Landschaft auf dem Weg nach Bethlehem zeigt, mit der Unterschrift Heute sollt ihr wissen, daß der Herr kommt. Daß der Maler Josef und Maria mit dem ungeborenen Kind der verschneiten schwäbischen Landschaft zeigt, die mir so vertraut ist, drückt für mich sehr schön aus, daß Christus nicht „irgendwohin“ kommt oder in irgendein Abstraktum hinein, sondern zu uns, um unseret- um meinetwillen ist er Mensch geworden.

Noch ein Madlener: Engel bescheren die Tiere
mitten im Herzen des Waldes –  so stelle ich mir
die Heilige Nacht auch immer vor

Kommentare:

Alberic-Marie hat gesagt…

Schön, wieder von Ihnen zu lesen.
Eine gesegnete Weihnachtszeit.

martina hat gesagt…

....der Herr kommt.....
Gesegnete und gnadenreiche Weihnachten.

jeannedarc hat gesagt…

Liebe Braut, ist alles in Ordnung mit Ihnen, da Sie so lange schon nichts mehr gepostet haben. Liebe Grüße !!

jeannedarc hat gesagt…

Liebe Braut des Lammes,
wollte mich erkundigen, ob alles in Ordnung ist, da sich auf dem Blog schon seit langem nichts mehr getan hat?
Viele herzliche Grüße!!

Andreas hat gesagt…

Zwischenzeitlich ist der Herr aus dem Grab gekommen, wobei ich auch gedacht habe, wer weiß, vielleicht schreibt sie wieder einmal was auf ihrem Blog ???

Mit dieser kleinen Ermunterung möchte ich Dir frohe und gesegnete Ostern wünschen!

Anonym hat gesagt…

Liebe Braut,
vielen Dank, dass Du wieder da bist! Das sage ich heute, am Dienstag der Osteroktav. Schön das neue österliche Titelbild

Bellfrell hat gesagt…

Und jetzt wünsche ich unter dem Weihnachtspost(!) eine gesegnete Osterzeit, weil die Braut des Lammes hier schon so lange nichts mehr geschrieben hat, was ich ausgesprochen schade finde.
Gleichzeitig hoffe ich, daß es der Braut gut geht?

Anonym hat gesagt…

Du hast ein wunderschönes Headerbild im Moment.
Ich hoffe, dass bei dir alles okay ist, es dir gut geht und so und du einfach nur zu viel zu tun hast um zu bloggen. Wäre auf jeden Fall schade wenn du ganz aufgehört haben solltest.

Viele Grüße
Alexis Solvey

Anonym hat gesagt…

Liebe Braut des Lammes,
ich vermisse die Aktualisierungen auf Ihrem wunderbaren Blog sehr. Ich hoffe, bei Ihnen ist alles gut?!
Liebe Grüße, Johannes

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