Montag, 3. November 2014

Wo sich Fuchs und Igel…

Gestern abend auf dem Stichweg kurz vor meiner Wohnung streckte ein kleineres Etwas einen sandfarbenen Kopf aus dem Dunkel. Aus Gewohnheit sagte ich „Na, Hundi?!“ zu dem Tier, erkannte meinen Irrtum jedoch sogleich. „Ein Fuchs! Du bist ein Fuchs!“ (Suuuper! Einem Fuchs sagen, daß er ein Fuchs ist! Immerhin hat er jetzt das Wort schon mal gehört. Wer weiß, wie sie sich selbst nennen?) Der Fuchs beäugte mich ein wenig und spazierte dann in aller Seelenruhe vor mir über den Weg ins nächste Gebüsch. Das war nett! Ich hab schon öfter Füchse gesehen, einen so arglosen aber noch nie. Neulich war da schon ein Igel unter einer Gaslaterne gegenüber, indes werde ich wohl kaum die Gelegenheit haben, auch noch einen Hasen zu sehen, sonst könnte ich sagen, ich wohnte da, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen, oder jedenfalls ich ihnen.


Kommentare:

peccator quidam hat gesagt…

Vorsicht! So freundlich der Fuchs, dem Du begegnet bist, zum Glück auch war, möchte ich als besorgter Waldmensch doch warnen: auffällige Zutraulichkeit kann bei Füchsen ein Symptom von Tollwut sein. Halte da lieber Abstand, denn es ist nicht unmöglich, daß er plötzlich losspringt, grundlos zubeißt und Dich ansteckt. Und Tollwut ist keine angenehme Krankheit, die würde ich Dir wirklich nicht wünschen.

Braut des Lammes hat gesagt…

Danke für den HInweis. Die Möglichkeit von Tollwut ist mir durchaus gegenwärtig, an dem Verhalten dieses Tieres deutete aber rein gar nichts darauf hin, er fand wohl einfach, es drohte ihm von mir keine Gefahr oder vielleicht ist er auch allgemein positiv auf Menschen sozialisiert. Allzu alt war er vom Gesichtsausdruck her auch noch nicht, wenn er auch ausgewachsen war. Ich hoffe, er überlebt mit dieser Arglosigkeit.

Mir sind in freier Natur schon öfter Mäuse auf die Hand spaziert und fanden es toll.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...