Samstag, 22. November 2014

Die hl. Cäcilia und ein Remake

Die hl. Cäcilia mit zwei Engeln, 1620
1613

Leuchtend beginnt der Monat November mit Allerheiligen und Allerseelen, leuchtend geht er allmählich zu Ende. Einen Tag vor dem Fest Christi, des Königs, begegnet uns als eine der letzten Heiligen des Kirchenjahres die hl. Cäcilia, eine der großen Jungfrauen und Märtyrinnen des römischen Kanons. Ich liebe ihr Fest, naturgemäß, weil es ein Jungfrauenfest ist und weil es mir davon spricht, daß der Advent bald kommt. Adventus, die Ankunft dessen, dem sich auch die hl. Cäcilia als Braut vermählt hatte.

Von diesem schönen Bild des Malers Antiveduto Grammatica gibt es zwei Versionen, eine in Treviso vor einer italienischen Renaissancelandschaft und mit Blumen und Früchten, was alles dem Betrachter von Reinheit, Vergänglichkeit und wohl auch dem Hervorbringen der guten Frucht – im Leben wie im Sterben – spricht. Die zweite Version, die sich in Wien befindet, läßt alles dies weg und behält nur die Instrumente und Noten bei. Trotz der Reduktion der ikonographischen Aussage mag ich sie lieber, vielleicht, weil sie konzentrierter scheint. Merke: Remakes müssen nicht immer schlechter sein.

Entweder der Künstler oder seine Auftraggeber scheinen die Heilige geliebt zu haben, es gibt noch mindestens eine dritte Variation der hl. Cäcilia mit zwei musizierenden Engeln aus demselben Jahr. (Auf dem Bild sieht dann der linke Engel besser aus, das Bild wirkt schon wegen prunkvolleren Gewänder aber insgesamt dunkler. Einzig die leuchtende Farbe des Tisches läßt an das im Martyrium vergossene Blut der Heiligen denken.) Heilige Cäcilia, bitte für uns!

…und nochmal 1620, nun in Lissabon.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Braut,

der Post über die heilige Cäcilia passt perfekt zu dem, was ich Ihnen hier gerne als Nachricht hinterlassen möchte.

Vor einiger Zeit hatte ich auf Ihrem Blog ein Kommentar zu Mantillen geschrieben. Zur diesem Zeitpunkt befand ich mich noch in der Vorbereitung für mein Jungfräulichkeitsversprechen im Geheimen, da ich mich auch zur virgo consecrata berufen fühle. Das hatte ich auch in dem Post zu den Mantillen erwähnt.

Vor vier Wochen, am Gedenktag der Seligen Chiara Badano (29. Oktober) war es dann endlich soweit: Ich habe mein Versprechen abgelegt. Das wollte ich Ihnen mitteilen, weil es Sie als virgo vielleicht interessieren könnte :)

Liebe Grüße und Gottes Segen
Camila

Braut des Lammes hat gesagt…

Oh wie schön, Gottes Segen weiterhin auf Ihrem Weg! :)

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