Mittwoch, 12. November 2014

Das Lied, das kein anderer singen kann

Abbildung eines Kometen von 1577 in dem Buch
 Tarcuma-I Cifr al-Cami  des Mohammed b. Kamaladdin
Über zehn Jahre hat es gedauert, nun setzt die Sonde Philae zur Landung auf Churyumov-Gerasimenko an, fraglich ist dabei wohl noch, wo auf der „Badeente“ der Orbiter dann landen wird und ob das wegen der geringen Schwerkraft des „nur“ etwas über vier Kilometer großen Kometen gelingen wird.

Dabei ist jüngst etwas ausgesprochen Erstaunliches und Unerwartetes entdeckt worden: der Komet singt. Zwar oszilliert er auf einer Frequenz von 40-50 Millihertz, was, gesetzt den Fall, ein Mensch wäre dort draußen, jenseits seines Hörvermögens läge, nichtsdestoweniger. Die Wissenschaftler, die das entdeckt haben, rätseln noch daran herum, wie das Lied zustandekommt, sie vermuten, daß Partikel, die vom Kometen ausgehen, sich im All elektrisch aufladen, „but the precise physical mechanism behind the oscillations remains a mystery“. Der Komet singt also nicht nur, was kein Ohr je gehört hat, sondern auch das Lied, das kein anderer singen kann. Kometen sind ohnehin schon so wunderbar, sie sich jetzt auch noch singend vorzustellen, während sie das Weltall umkreisen, setzt dem Ganzen gewissermaßen die Krone auf.

Kommentare:

Admiral hat gesagt…

Oh, was hab ich heute den ganzen Tag ein Auge auf den Livestream der EAS geworfen....

Anonym hat gesagt…

Auch die Erde singt, hier ein Link zur Audiodatei (s. Kommentar)

Braut des Lammes hat gesagt…

Ich war bei einer Veranstaltung der DLR. Den Livestream der ESA hab ich als vergleichsweise unaufregend empfunden.

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