Samstag, 25. Oktober 2014

Neue Reihe: Köstliches aus alten Büchern

heute: wie Hausarbeit verrichtet werden soll

Der spezielle Wert der Hausarbeit liegt in ihrer unendlichen Vielseitigkeit. Die ausgeklügelste Gymnastik wäre nicht imstande, soviel Abwechslung an Übungen aufzustellen, wie sie die Hausarbeit ganz von selbst mit sich bringt. Sie beschäftigt alle Muskelpartien in gleicher Weise, durchblutet, erschüttert und ernährt sie in einer solchen Vollkommenheit, wie sie niemals in einer anderen Tätigkeit wieder erreicht werden könnte. Für viele im Bureauleben und in Fabriken verkümmerte Frauen ist sie schon heute die einzige Rettung, zu normalen weiblichen Kräften und richtigem Ausleben zu kommen. (Antonie Steimann, Die tüchtige Hausfrau, 1913)

Kommentare:

Andreas hat gesagt…

Persil statt Pilates!

Perfekt! Der Auftakt dieser Reihe gefällt mir schon mal ... ;-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Es ist mir gestern gelungen, den ersten Band der tüchtigen Hausfrau aufzutreiben; den zweiten habe ich seit Jahren. Die mir in der Bahn genübersaßen, haben sich womöglich gewundert, was mich derart erheitert.

Ich denke ja manchmal, die nächste Bahn ist die einzige Rettung, aber daß es für viele „im Bureauleben Verkümmerte“ die Hausarbeit sein könnte, ist herrlich.

viasvitae hat gesagt…

:D Nach einem Unitag fühle ich mich auch immer wie "im Bureauleben verkümmert" und freue mich, wenn ich am Abend noch mit einem Korb Wäsche die zwei Stockwerke nach unten, über den Hof, in das andere Haus und in den Keller zum Waschraum springen darf. In diesem Plan ist jedoch nicht vorgesehen, dass die Maschine dann besetzt ist - dann muss ich gar nicht mehr so glücklich nach kurzer Zeit gleich nochmal springen...

Huppicke hat gesagt…

Das ist so schön! Das hat einen Platz in der Küche verdient.

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