Montag, 7. Juli 2014

Zwischenbilanz eines Garteneinsteigers

Bei dieser aasigen Hitze habe ich schon damit zu tun, morgens – vor allem früh genug morgens, bevor sich das Ganze in einem nach Süden gelegenen Garten in eine Art Bain-Marie verwandelt, in der man die Pflanzen dann eher zubereitet als gießt – und abends genug Wasser herbeizuschleppen.

Insgesamt scheint der Garten trotz des eher kärglichen Bodens aber recht dankbar. (Ich möchte mal wissen, ob da jemals jemand Mutterboden aufgebracht hat? Ich habe gefühlte mehrere Kilo Steine ausgelesen und dazu die Überreste einiger Bierflaschenböden. Entweder stammen die noch von den Bauarbeitern aus der Wiederaufbauzeit oder zwischenzeitlich hat mal jemand seine Flaschen durchs Wohnzimmerfenster entsorgt. Irgendwann stand ich kurz davor, eines dieser Kindersiebe für den Spielplatz zu kaufen.)

Zur zusätzlichen Verbesserung (auf daß ich bald dem ersten Regenwurm persönlich die Hand schütteln kann) habe ich seit einiger Zeit ein Kaffeesatzprojekt angeleiert. Da ich zu Hause keinen solchen produziere, sieht man mich im Büro ab und zu mit einer Plastiktüte voller Filtertüten mit Satz über den Flur wandeln. Hier eine kurze Übersicht dessen, was bisher gut gelungen und was leider dahingeschieden ist:

Haben:
Kürbispflanzen
Lavendel in verschiedenen Sorten
Unkraut ist auch Kraut
Rosen
Schnittlauch
Basilikum
Silberthymian, Zitronenthymian und einfachen Thymian
Erdbeer-, Orangen-, Ananas- und Schokoladenminze
Zitronenverbene
Walderdbeeren
Rosmarin
irgendein Kümmelzeug
Zitronenmelisse
Mangold
zweimal „Unkraut“, davon hat sich eines als eine Art Glockenblume entpuppt, das andere wächst einfach nur und schweigt dabei

Soll:
eine Lupine
eine Pfingstrose (Edulis superba)
ausgesäte wilde Rauke (hat gar nicht erst gekeimt)
eine Hopfenpflanze, R.i.P.

Blüten des gelben Zentners
(der rote Zentner blüht noch nicht, den
habe ich aber auch erst später gepflanzt)


Die Kürbispflanzen gedeihen und sehen mit ihren zarten Härchen und Ranken schön und phantastisch aus – so erinnern sie mich an das hier (das ist eine Zeichnung von Beatrix Potter). Leider hatte ich bisher nur männliche Blüten, ohne wenigstens eine weibliche gibt es aber keine Kürbisse. Na ja, wenn nicht, haben sie wenigstens schön ausgesehen.


Die Bienen haben sich schon vor der Blüte stark für den Basilikum interessiert, jetzt aber erst recht. Die Blüten sind unauffällig, aber in ihrer zarten Zerbrechlichkeit auch schön. Eigentlich hatte ich zu weißen Blüten die Theorie, daß diese stark duften müßten, um für die Insekten ihren Mangel an Farbigkeit zu kompensieren. Das trifft auf den Basilikum aber anscheinend nicht zu oder aber wir nehmen den Duft nicht wahr.

So sieht also die Blüte der Erdbeerminze aus

Kommentare:

Andreas hat gesagt…

Verlockende Aussichten! Wenn ich bedenke, daß ich hier im Hof eigentlich Anrecht an einem Rasenstück (geschätzte 12 Quadratmeter) hätte, es in ein Gärtchen umzuwidmen ... irgendwie könnte man schon Lust drauf bekommen.

Braut des Lammes hat gesagt…

Verlockender als einen Rasen fände ich das schon, zumal auf 12 qm sicherlich etwas Schnuckeliges zu gärtnern wäre.

(Vergurkten Rasen gäbe es hier gegenüber dem Gärtchen auch noch, irgendwie traue ich mich aber noch nicht recht, den zu okkupieren. Andererseits, wer sollte an dem rudimentären Gras Freude haben? Neulich wollten den allen Ernstes welche mähen, sie haben es dann aufgegeben.)

Eugenie Roth hat gesagt…

Kaffeepulver? Prima gegen Schnecken im Falle von Befall!!!
Doch! Es wirkt!

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