Freitag, 16. Mai 2014

Zwischendurch…

Weiland schrieb ich einmal mehrere Blogbeiträge über rote Schuhe, über solche, die von Päpsten getragen oder nicht getragen werden oder auch andere. Seither kann ich mich in acht nehmen. Eine anonyme Kommentatorin kommentierte das zunächst einmal mit einem anonymen Verriß anderswo, in dem sie den Blog als „kruden Internetauftritt“ und „Portal der gediegenen Tradition“ bezeichnete, darauf hinwies, die Bloggerin sei ja anonym (ach was?) und sich fortan auf veröffentlichte Themen und Bilder einschoß, die sie mit Fleißbildchen – mit und ohne Glitter – verglich, und die zu jungfrauen- und märtyrerlastig seien. Jo mei, selbst hätte ich meinen Blog zwar nie als „gediegen“ bezeichnet, aber es gibt nun wirklich Schlimmeres. Zu „krude“, beziehungsweise dem allgemeinen Verriß meiner Themen- und Bildwahl: über Geschmack läßt sich nun wirklich trefflich streiten. Wie schon einmal bemerkt, kann natürlich jeder Blogger im Rahmen der Legalität schlichtweg veröffentlichen, was immer ihm Spaß macht. Auf Jungfrauenblogs findet man unter Umständen mehr über Jungfräulichkeit und Ehelosigkeit, schon deshalb, weil mir das Führen eines Haushalts mit fünf Kindern weniger nahe ist, trotzdem ich große Hochachtung davor habe. Schreib halt selber einen weniger gediegenen Blog, hihi.

Aus aktuellem Anlaß allerdings: liebe Unbekannte, wenn dich Bilder von Nonnen, die offensichtlich noch etwas zu lachen haben, ärgern oder dir ein Dorn im Auge sind, so schau doch nächstens einfach nicht hin. Oder hör auf das Evangelium.

Kommentare:

Hermine Tuzzi hat gesagt…

Ouhauerha, ich glaube, bei der Dame hat Dein Blog einfach irgendeinen Nerv getroffen. Was sie schreibt, sagt wohl weniger über Deinen Blog aus als über sie selbst; vielleicht neidet sie Dir ja den goldenen Schwester-Robusta-Preis in der Kategorie Augenhonig, weil sie in ihrem eigenen Blog keine so schönen Fleißbildchen zu zeigen hat -- sie hat ja nicht so viele bekommen, wie sie schreibt.

Mein Rat: Nicht ärgern, nur wundern! Denn sich ärgern ist büßen für die Sünden anderer.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ouh nein, ich hoffe vermittelt zu haben, daß mich die Kritik am Blog eigentlich nicht tangiert hat. Ich hätte das auf sich beruhen lassen, herabsetzende Bemerkungen über Ordensfrauen, noch dazu in multipler Form, falls einmal nicht reicht, mag ich allerdings nicht leiden.

Hermine Tuzzi hat gesagt…

Dann war das wohl Projektion meinerseits -- ich muß nämlich zugeben, daß i c h mich über die unsachliche Kritik an Deinem Blog ärgere. ;-)

Hermine Tuzzi hat gesagt…

Über Pater H. habe ich mich übrigens auch geärgert -- er sollte eigentlich wissen, daß Anonymität im Internet nicht nur aus vielerlei Gründen sehr erwünscht und legitim sein kann, sondern auch völlig üblich und m.E. sogar gesetzlich garantiert ist. Ob er gleich für sich persönlich entschieden hat, dieses Recht nicht wahrzunehmen, sollte er dennoch davon absehen, von anderen dasselbe zu verlangen.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ich hatte vor allem nicht verstanden, was das eine mit dem anderen zu tun hat: ändert sich an dem (dort übrigens nicht von mir verlinkten) Beitrag von seinerzeit inhaltlich etwas, wenn der bürgerliche Name druntersteht? Wird er dann besser oder schlechter?

Hermine Tuzzi hat gesagt…

Das nicht, aber dann hätte sich Pater H. einen anderen Vorwand ausdenken müssen, seinen Unmut zu äußern, ohne zuzugeben, daß er sich doch über Deine Kritik geärgert hat. ;-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Na ja, daß er begeistert ist, wenn ich die zitierte Äußerung als „pastorale Geschwurbel vom Feinsten“ bezeichne, kann man jetzt nicht wirklich erwarten. Andererseits lag es nicht in meiner Absicht, ihn zu ärgern. Ich war einfach der Ansicht, es wäre Geschwurbel.

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