Dienstag, 29. April 2014

Zum Tag der Kirchenlehrerin

Bei der diesjährigen Veranstaltung zum „Tag der Diakonin“, die das ZdK, die kfd, der KDFB und das Netzwerk Diakonat der Frau gemeinsam durchführen, wird am Beispiel der Flüchtlingsarbeit die Verbindung der diakonischen und politischen Dimension von Kirche diskutiert. Im Mittelpunkt stehen der Einsatz für den sakramentalen Diakonat und der Zugang von Frauen zu diesem Amt. Am Festtag der Heiligen Katharina von Siena setzen sich die Veranstalter für dieses Anliegen gemeinsam ein. (Aus dem diesjährigen Flyer zum „Tag der Diakonin“)

Quod scripsi, scripsi. Abgesehen davon, daß mir die grammatikalische Konstruktion „von Kirche“ (id est, die Verwendung des Wortes ohne seinen Artikel) immer wehtut, verstehe ich nicht, was hier das eine mit dem anderen überhaupt zu tun hat: die Flüchtlingsarbeit und der Einsatz für den sakramentalen Diakonat der Frau? Ohne Zweifel gehört die Arbeit mit Flüchtlingen zur Diakonia der Kirche, warum muß sich diese hier aber vor den Zugwagen des „Tages der Diakonin“ spannen lassen? Damit man Barbara John als Referentin gewinnen kann? Fragen über Fragen.

Interessanterweise ist das Fest, das man seitens des kfd jährlich als „Tag der Diakonin“ zu propagieren pflegt, eigentlich der Tag der Kirchenlehrerin, jedenfalls einer Kirchenlehrerin, vielleicht auch der Tag der Jungfrau, jedenfalls einer. Katharina übrigens hätte womöglich sogar von der heiligen Kirche geschrieben.

Kommentare:

jos.m.betle hat gesagt…

... und Katharina hätte diesem Ansinnen eine Absage erteilt.

theresiaelisabeth hat gesagt…

Ich finde es sehr schade, dass ein solcher Gedenktag für d e r l e i genutzt wird…Es wäre so schön, wenn vielmehr eine spirituelle Sehnsucht zum Ausdruck käme, die sich entwickelt, wenn man sich mit einer so großen Heiligen auseinandersetzt. Stattdessen bemerkt man nur, dass sie ja eine Frau ist, und dies ist schon Anreiz genug, den Tag für die Forderung nach einem Frauendiakonat zu nutzen…

Braut des Lammes hat gesagt…

Na ja, ob es der Punkt ist, daß sie eine Frau ist? Heilige (Jung)frauen gabs ja noch mehr. Warum nicht die hll. Rosa von Lima oder Kateri Tekakwitha? Oder Birgitta bzw. Teresa, die waren genausogut Kirchenlehrerinnen, falls es etwa darum ginge. Abgesehen davon, daß ich es auch schade finde, frage mich immer, was eigentlich der Grund ist, aus dem gerade die hl. Katharina von Siena hier vereinnahmt wird. Ich vermag keinen zu erkennen, in der Lebensform der hl. Katharina nicht und auch in ihren Werken nicht.

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