Freitag, 7. März 2014

Das Taschentuch des Priesters

Ob dieser Brauch allgemein üblich ist, vermag ich nicht zu sagen, ich finde ihn jedenfalls wunderschön (darauf aufmerksam geworden bin ich durch Le porte della Terra di Mezzo):

Am Ende der ersten Primizfeier gibt der Neugeweihte seiner Mutter das Taschentuch, das er bei der Ordination dazu verwendet hat, sich nach der Salbung mit dem Chrisam die Hände zu trocknen. Der Tradition zufolge wird das Gesicht der Mutter am Tag ihres Todes mit dem Tüchlein bedeckt und sie nimmt es ins Grab mit. In der Überlieferung heißt es, so erkenne Gott, daß es die Mutter eines Priesters sei und öffne die Türen des Himmels. Ich bin überzeugt, der Herr kennt die Herzen der Mütter unserer Priester und jede einzelne beim Namen, und doch bleibt der Ansatz wunderschön.

Kommentare:

sacerdos viennensis hat gesagt…

Schade, dass ich diesen Brauch nicht kannte, als ich geweiht wurde.

Tarquinius hat gesagt…

Der Brauch ist zumindest weit verbreitet. Offizieller Name des Tuchs ist "Maniturgium".

Braut des Lammes hat gesagt…

Bei der letzten Priesterweihe, bei der ich ministriert habe, gab es gleich nach der Salbung der Hände eine Art Händewaschung der Neugeweihten, was ich eigentlich etwas bestürzend fand. Da ist dieser Brauch mit dem Tüchlein viel sinniger.

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