Sonntag, 2. Februar 2014

Lichtmeß: Weihnachten und Ostern küssen sich

Eine kurze Begegnung mit dem Fest, in dem die Herrlichkeit Gottes aufleuchtet, die in Christus Mensch wird, gibt es in der Komplet eines jeden Tages: der Lobgesang des Simeon: Ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. So werden die Antiphon Lumen ad revelationem gentium und das Nunc dimittis zur Lichterprozession gesungen. Zugleich leuchtet in der Liturgie des heutigen Tages, die noch ganz zur Weihnachtszeit gehört, auch das Geheimnis von Ostern auf. Das ist der Grund, warum dieses Fest nicht zu den Marienfesten gehört, sondern zu denen des Herrn. Er ist unser Licht, der wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht.
Seht, ich und die Kinder, die Gott mir geschenkt hat. Da nun die Kinder Menschen von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise Fleisch und Blut angenommen, um durch seinen Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel, und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren. Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an.
Am Fest der Hypapante, der Begegnung, wie es in der Ostkirche genannt wird, begegnen sich auch Weihnachten und Ostern. Bei keinem anderen Feste des Kirchenjahres, das der Verklärung des Herrn vielleicht ausgenommen, kommen sich sie sich noch einmal so nahe wie am Fest der Darstellung des Herrn: Es ist, als ob Weihnachten und Ostern sich küssen.

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