Mittwoch, 22. Januar 2014

Little lamb, little lamb…

Gestern hat der Heilige Vater am Fest der hl. Agnes in Sta. Martha zwei Lämmer gesegnet (er hat sie anscheinend tatsächlich gesegnet, wiewohl verblüffenderweise die meisten Medien berichteten, sie seien ihm gezeigt oder vorgeführt worden). Trotzdem hat es mir an dieser Stelle wiedermal ein wenig wehgetan, daß Benedikt XVI. nicht mehr unser Heiliger Vater ist – wie schön hat er diese Segnung immer vollzogen und wie schön war es auch, die Freude zu sehen, die er daran hatte!

Die Lämmer zumindest waren so hübsch geschmückt wie immer – die vorherige Segnung in St. Agnese fuori le mura zieht immer viele Kinder an, die die Lämmchen streicheln wollen. In dem Video, das mit dem vielen Mäh und Bäh immer besonders nett ist, stellt der Heilige Vater eine Frage, die öfter kommt: Reichen die zwei für alle? Dies bezieht sich auf die Wolle der beiden rot und weiß geschmückten Lämmer, ob diese für das Pallium all jener Erzbischöfe reiche, die es am Fest Peter und Paul aus der Hand des Heiligen Vaters entgegennehmen? Die Antwort ist, natürlich nicht (deshalb antworten im Video auch alle unisono mit „Nooo!“). Die Wolle dieser Lämmer wird mit der anderer Schafe „gestreckt“, so daß genug für alle Pallien daraus wird. Dies und daß man die Lämmchen beim Empfang in dem Kloster der Heiligen Familie von Nazareth, in dem sie die Nacht vor der Segnung verbringen, vorsichtig mit Babyseife badet, erklärt sicherlich, warum ein Pallium beim Anfassen nicht jenen typischen Lambswool-Charakter hat.

Foto: P. Dominic Holtz OP


Das Pallium mit den sechs aufgestickten schwarzen Kreuzen
  Die schwarzen Spitzen, in die das Pallium auf Brust
und Rücken mündet, erinnern an die Hufe eines Lammes.


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