Dienstag, 7. Januar 2014

Ihm gebührt alle Ehre und Herrlichkeit – Festankündigung anno Domini 2014

Bredle des Tages
Gestern ging mir en passant durch den Kopf, ob ich als Meßdiener in den letzten Jahren die Inzens der Krippe wohl schon zweimal auf dieselbe Weise gesehen bzw. mitgemacht habe? Da gabs den großen Einzug mit der Inzens am Ende des Einzugs (Krippenaufbau links Mitte), die Inzens nach dem Evangelium mit einer kleinen Prozession und Leuchterträgern links und rechts von der Krippe, den großen Einzug einmal ganz rum mit Inzens der Krippe nach der Altarinzens und den großen Einzug mit Inzens gleich zu Beginn (Krippenaufbau rechts bei der Muttergottes) – mir ist, als hätte ich noch ein oder zwei Varianten vergessen.

Schön ist es, daß man aus der Heiligen Messe zu Dreikönig immer mit dem Ton des Exsultet im Ohr wieder herauskommt – da der Cisiojanus des Kirchenjahres auf diesen Ton gesungen wird – und den dann den Rest des Abends vor sich hinträllert. Hier ist die diesjährige Festankündigung. Daß diese am Fest der Erscheinung des Herrn gesungen wird, in der die Feste überwiegend vom kommenden Osterfest her her gezählt werden, liegt daran, daß in der Menschwerdung Gottes und seinem Offenbarwerden als wahrer Mensch und wahrer Gott die Erlösung aufleuchtet – immerfort leuchtet sie unter uns auf, bis der Menschensohn wiederkommt.
Liebe Brüder und Schwestern, die Herrlichkeit Christi ist heute erschienen; immerfort leuchtet sie unter uns auf, bis der Menschensohn wiederkommt. Nach dem Fest seiner Geburt und seiner Erscheinung schauen wir aus nach den drei österlichen Tagen: den Feiern seiner Kreuzigung, seiner Ruhe im Grabe und seiner Auferstehung von den Toten. So kündigen wir euch als erstes das Fest aller Feste an, den Ostersonntag, am 20. April dieses Jahres. Jubelnd feiern wir den Tag, den Gott gemacht, und rühmen die Auferstehung unseres Erlösers. Damit auch wir mit ihm auferstehen, begehen wir vierzig Tage hindurch die österliche Bußzeit. Sie beginnt am 5. März dieses Jahres mit der Feier des Aschermittwochs. Danach schenkt uns der Herr die fünfzig Tage der Osterzeit: Am 29. Mai das Fest seiner Himmelfahrt und am 8. Juni das hohe Pfingstfest, an dem der Heilige Geist herabkam auf seine Jünger. Am 19. Juni feiern wir Fronleichnam, das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Die Kirche bereitet sich vor auf das Kommen ihres Herrn, und beginnt den Advent am 30. November. Voll Hoffnung erwartet sie am Ende der Zeiten die Wiederkunft unseres Retters Jesus Christus. Ihm gebührt alle Ehre und Herrlichkeit, jetzt und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Kommentare:

Admiral hat gesagt…

Beim Pontiamt in Köln am Montag wurde die Festankündigung leider nicht gesungen....

Braut des Lammes hat gesagt…

Ach schade, warum denn nicht?

Admiral hat gesagt…

Keine Ahnung. Müßte man mal den Chefliturgiker da fragen. Kann mit der WDR Übertragung zu tun haben....

Stanislaus hat gesagt…

Weiß ich auch nicht. Da es sich nicht um ein verpflichtendes Element handelt, kann es auch sein, daß die Ankündigung einfach so entfallen ist. Ich werde mich mal umhören.

Stanislaus hat gesagt…

Nunc scio vere: Der Cisiojanus wird in der Kölner Hohen Domkirche nicht gesungen.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ach so. Zu deinem letzten Kommentar lag mir nämlich die Antwort auf der Zunge, daß er kein verpflichtendes Element ist, die Rubriken sprechen aber davon, daß er "dort, wo es Brauch ist" gesungen werde.

Anonym hat gesagt…

Gibt es da ein offizielles Formular? Im Internet gibt es da nämlich ganz unterschiedliche Versionen, zum Beispiel unter

http://www.heftkespastoral.bplaced.net/dokumente/ErschFestankdg_dt_Montage.pdf

http://www.liturgie.de/liturgie/info/aktuelles/download/festankuendigungepiphanie2014.pdf

.
Was ist denn da nun korrekt?

Braut des Lammes hat gesagt…

Die zweite Fassung ist die des liturgischen Instituts. Der erste Link, vom Design und der Wortwahl her („angetan mit einem Chormantel“) scheint eine der außerordentlichen Form, bei der man seltsamerweise über das Pfingstfest nicht hinausdringt.

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