Mittwoch, 1. Januar 2014

2014

„Bedenke wohl, worum du bittest, es könnte dir gewährt werden“, wird dem Merlin Großbritanniens als Ausspruch zugeschrieben. Vor einigen Jahren fand ich es schade, daß wir in der Kathedrale eine Jahresschlußandacht haben und kein Pontifikalamt.

Mit dem Wechsel des Bischofs kam dann der Wechsel zum Pontifikalamt am Silvesterabend, und nun vermisse ich die Jahresschlußandacht. Nicht, daß ein Pontifikalamt nicht schön wäre, aber mir fehlt die Zeit der sakramentalen Aussetzung, die wir immer in der Jahresschlußandacht hatten, mit einer kleinen Prozession des Allerheiligsten vom und zum Tabernakel in der Unterkirche und dem Gesang des Christus vincit. Das war etwas, das diesen letzen Gottesdienst im alten Jahr vor allen anderen ausgezeichnete und einmalig machte und bei dem man noch einmal alles das, was einen im alten Jahr bewegt hat, in seine Hände zurücklegen konnte. (Kann man nicht eigentlich auch ein Pontifikalamt mit eucharistischer Anbetung haben?) Und noch etwas Banales, das mir erst aufgefallen ist, als es der Vergangenheit angehörte: die Türkollekte, zu der immer Ministranten eingeteilt waren und bei der man Gelegenheit hatte, noch manchem, den man sonst nur aus der Ferne sieht, eine gesegnete Zeit und ein gutes neues Jahr zu wünschen, fand nur statt, weil diese Andacht ein Wortgottesdienst war.

Andererseits: so endet das alte und beginnt das neue Jahr mit dem, der unser Leben trägt und lenkt, wie wir im Eingangslied gesungen haben. Der Kommunionvers bringt es zum Ausdruck, warum der Übergang vom alten zum neuen Jahr ganz leicht ist: Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. In diesem Sinne, allen, die hier mitlesen, ein gutes neues Jahr 2014, mit iHM.

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