Dienstag, 17. Dezember 2013

O Weisheit


O Weisheit,
hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten –
die Welt umspannst du von einem Ende zum anderen,
in Kraft und Milde ordnest du alles:
o komm und offenbare uns den Weg der Weisheit und Einsicht!

Die erste Antiphon der hohen sieben Tage vor Weihnachten, O Weisheit versetzt uns eigentlich schon mitten in das Geschehen der Christnacht:
Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da stieg dein allmächtiges Wort, o Herr, vom Himmel herab, vom königlichen Thron.
Die Antiphon setzt sich aus zwei Stellen der heiligen Schrift zusammen: Sir 24,3 Ich ging aus dem Mund des Höchsten hervor und wie Nebel umhüllte ich die Erde und Weish 8,1 machtvoll entfaltet sie ihre Kraft von einem Ende zum andern und durchwaltet voll Güte das All.

Dieses Bild von Sr. Ansgar Holmberg CSJ gefällt mir besonders, weil es zum Ausdruck bringt, wie die Weisheit, die bereits zu Beginn der Schöpfung gegenwärtig ist, machtvoll ihre Kraft entfaltet, von einem Ende zum anderen, indem sie die die ganze Schöpfung Gottes durchdringt und allem Leben einhaucht. Von Christus, auf dessen Erscheinen die ganze Schöpfung voll Sehnsucht wartet, heißt es in der Antiphon, daß Sonne und Mond ihn bewundern.  Der Ruf Veni, komm!, drängend und voller Hoffnung, wird nun täglich wiederholt.

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