Donnerstag, 19. Dezember 2013

O Sproß aus Isais Wurzel


O Sproß aus Isais Wurzel,
gesetzt zum Zeichen für die Völker –
vor dir verstummen die Herrscher der Erde, dich flehen an die Völker:
o komm und errette uns, erhebe dich, säume nicht länger!

Die Antiphon des Tages, O radix Jesse, fügt zum ersten Mal dem „komm“ das drängende „säume nicht länger“ bei. Es ist dies die Antiphon, die sich darauf bezieht, daß der Ersehnte aus dem Geschlechte König Davids stammt. Vorgestern, am Beginn dieser hohen sieben Tage vor Weihnachten, haben wir in vollendeter Symmetrie und Symbolik gehört, wie weit diese Wurzel ins Erdreich des Stammes Juda zurückreicht: von Abraham bis David vierzehn Generationen, von David bis zur Babylonischen Gefangenschaft vierzehn Generationen und von der Babylonischen Gefangenschaft bis zu Christus vierzehn Generationen.

Manche Darstellungen, wie diese hier, zeigen diese Generationen am Stammbaum mit flehend emporgestreckten Händen, was mich unwillkürlich an die vom Abstieg Christi in die Unterwelt am Karsamstag erinnert, auf denen Christus, Kreuz und Banner als Siegesfahne vorantragend, jene aus der Finsternis herausführt, die ihn durch die Zeiten hindurch sehnlichst erwartet haben.

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