Montag, 9. Dezember 2013

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen – zur Empfängnis Mariens

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen (Jes. 35,1)

Zur Empfängnis Mariens anstelle der klassischen Mondsichelmadonna ein Bild der Gottesmutter mit Kind? Für mich ja: Weil das Fest der unbefleckten Empfängnis nicht ohne Jesus Christus zu denken ist, die Gottesmutter im Grunde nicht ohne ihren Sohn.

Das Fest der unbefleckten Empfängnis setzt die Kette jener wunderbaren Ereignisse in Gang, an deren Ende die Menschwerdung Gottes steht. Wenn man sich das als Zifferblatt einer Uhr vorstellt, so stünde die Begegnung Annas und Joachims am Goldenen Tor, aus der sich die Empfängnis Mariens ergab, wohl zur Viertelstunde, die Menschwerdung Gottes bei zwölf Uhr. Um sechs Uhr steht die Jungfrau zur Verkündigung gleichsam vor ihrer eigenen Vesperstunde und willigt mit dem Mir geschehe, wie du gesagt hast in das Geschehen ein, das zu unserer Erlösung führt.

Die Prophetie Jesajas, die eigentlich die Lesung des heutigen Tages gewesen wäre, vergleicht das Volk Israel vor dem Kommen des Erlösers, vor der Geburt derer, die seine Mutter werden sollte, mit dem trockenen Land der Wüste und das Land nach der Geburt Christi mit der Herrlichkeit des Karmels und der blühenden Ebene von Scharon. Deshalb ist das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria dem katholischen Herzen lieb und teuer.


Blüte auf dem Berge Karmel

1 Kommentar:

Maid of Montserrat hat gesagt…

Das Dogma von der unbefleckten Empfängnis war Luther auch noch sehr wichtig, ohne es wäre für ihn der göttliche Heilsplan nicht möglich … Wie auch die ganze Marien- und Heiligenverehrung kein Opfer der Reformationszeit, sondern der Aufklärung ist. Aber das wird in den heutigen evangelischen Kirchen, selbst den lutherischen, zumindest in Deutschland, lieber übersehen.

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