Montag, 11. November 2013

Scenes of a catholic life

Der hl. Martin teilt seinen Mantel mit Christus
Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn man am Martinstag einer Kirche zustreben will, in dem sicheren Gefühl, dort sei heute Patrozinium (weshalb dann alles besonders festlich würde) und mit einem Mal feststellt: ach Mensch, dort ist mitnichten Patrozinium, der Pfarrer heißt Martin! Das ist natürlich ein Unterschied.

 Auf einem Blog, ich weiß nicht mehr wo, hab ich vor einigen Tagen gelesen, es wäre neuerdings so schwierig mit den Pferden, weil doch Heilige immer auf einem weißen daherkommen und man daher den Weißen oder Grauen reihum verborgen müsse, weshalb es mit den Terminen nicht immer paßgenau hinkommt. Dazu: ich hab mittlerweile so viele Darstellungen gesehen, auf denen der hl. Martin ein braunes oder ein schwarzes Pferd reitet, daß man sich davon sicher getrost inspirieren lassen kann (und die anderen Pferde wollen sicher auch mal). Wirklich ikonographisch „verkehrt“ schien mir eigentlich nur eine Darstellung Christi beim Einzug in Jerusalem am Palmsonntag auf einem schwarzen Esel, da hab ich mich regelrecht erschrocken. Aber warum eigentlich? Wichtig ist doch nur eines: was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Kommentare:

Psallite Deo hat gesagt…

Das mit dem weißen Pferd habe ich auch gelesen, aber ich kann mich nicht erinnern, jemals überhaupt ein weißes Pferd auf einem Martinsumzug gesehen zu haben (hab auch nie besonders drauf geachtet, wahrscheinlich, weil ich damit beschäftigt war, meine Bläsergruppe zusammenzuhalten, daß alle synchron dasselbe Lied spielen und gleichzeitig weder in die Hinterlassenschaften des Pferdes noch irgendwelcher Hunde zu treten…).
Außerdem ist weiß total unpraktisch - das sieht doch bei Novemberwetter super schnell schmutzig aus, oder nicht?

Huppicke hat gesagt…

Da der erfahrene Martinszug-Rappe dieses Jahr leider krank war, musste die Dame, die den Martin darstellt auf einem fuchsfarbenem Pony reiten. Es war so klein, dass der Herr Vikar lachen musste.

Es hatte die hübschesten, dreieckigen, flauschigsten, kleinen Öhrlein, die ich je aus einem dicken Winterfell rausgucken sah.

Die Vorstellung der Kinder vom eiligen Wegreiten des Hl. Martin ist nun natürlich mehr "eiliger Tippelschritt".

Wer braucht schon einen Schimmel.

Braut des Lammes hat gesagt…

LOL, das war der Lacher des Abends! (Das „Pferd“ auf Jobos Weblog ist, glaub ich, auch eher ein Pony).

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