Montag, 25. November 2013

Ein Komet zieht auf (Warten auf ISON)

Der Komet am 15. November – zu diesem Zeitpunkt
hatte er allein innerhalb von fünf Tagen erneut sein
Aussehen deutlich verändert
In den nächsten Tagen, genauer gesagt am frühen Abend des 28. November, geht es für den Kometen C/2012 S1, kurz ISON genannt, buchstäblich um Sein oder Nichtsein: entweder stürzt er in die Sonne oder er schafft es daran vorbei und wird, wenn er sich so weiterentwickelt wie bisher, zu einem bemerkenswerten Anblick am Nachthimmel.

C/2012 S1 wird am Punkt seiner größten Annäherung in einer Entfernung von 1,8 Millionen Kilometern an der Sonne vorüberfliegen. So oder so, ob er hineinstürzt oder sein Anblick uns zunächst erhalten bleibt, wird er voraussichtlich kurzfristig ziemlich hell. Auf der Seite von Damian Peach, der das Foto gemacht hat, kann man sich den Heranflug ISONs astronomisch ansehen.

Der Komet war bisher immer wieder für eine Überraschung gut: zunächst galt er als vielleicht spektakulärster Anblick seit Menschengedenken; dann wurde die zu erwartende Helligkeit doch erheblich geringer geschätzt. Im April wiederum hatte der Komet schon eine Hülle von etwa 5.000 Kilometern und einen Schweif von 90.000 Kilometern – das ist äußerst respektabel für einen Kometen. Also, wer in diesen Tagen zum Himmel hochschaut, drücke doch mal die Daumen, daß wir zu Weihnachten ein sehr schönes astronomisches Ereignis am Himmel beobachten können: den zur Krippe passenden Kometen.

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