Dienstag, 26. November 2013

Blogparade: Lieblingslied im Gotteslob

Mit der Antwort auf die Frage nach meinem Lieblingslied im alten Gotteslob hab ich mich nicht leichtgetan. Ich glaub, ich hab nicht ein Lieblingslied, ich hab viele, sicherlich in jeder der geprägten Zeiten des Kirchenjahres und auch in jeder der groben Einteilungen der Lieder wohl eines oder zwei, das heißt, bei den Christusliedern gibt es welche, die mir besonders lieb sind, etwa Herr Jesu Christ, dich zu uns wend und unter den Marienliedern O Maria sei gegrüßt, unter den Heiligenliedern wahrscheinlich Unüberwindlich starker Held, und auch Eine große Stadt ersteht gehört sicherlich zu meinen Lieblingsliedern, wegen der Schönheit des Bildes des himmlischen Jerusalems, das vom Himmel niedergeht in die Erdenzeit.

Dann habe ich natürlich eine besondere Beziehung zu Wie schön leuchtet der Morgensternmein König und mein Bräutigam, du hältst mein Herz gefangen. Unter den Adventsliedern ist mir Jochen Kleppers Die Nacht ist vorgedrungen besonders lieb. Fast wärs also das geworden. Ich glaub, auf die Frage nach meinem Lieblingshymnus aus dem Stundenbuch wäre mir die Antwort gar nicht schwergefallen, so liebe ich im GL auch die Lieder besonders, die eigentlich Hymnen aus dem Antiphonale Romanum sind (womöglich zählen sie aber gerade deshalb nicht recht als Lied aus dem Gesangbuch? Ihr seht, man kann es auch kompliziert machen). Andererseits soll die Antwort auf die Frage nach meinem Lieblingslied im Gotteslob ja nicht als Inschrift auf meinem Grabstein eingemeißelt werden.

Dann ist mir doch noch eines eingefallen, das ich von klein auf gesungen habe, sozusagen ein Lieblingslied aller Zeiten und Gesangbücher, seien sie nun evangelisch oder katholisch: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Dieses Lied liebe ich wegen seines inhaltlichen Bezuges zu Ps. 103 und weil beides, Psalm und Lied eigentlich immer „wahr“ und zu jeder Zeit passend sind. Wie schon einmal bemerkt, wüßte ich gar nicht, was ich beten soll, fiele mir immer noch Ps. 103 ein: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat.

Auch liebe ich die Bilder des Psalms wie des Liedes. Der Psalmist dichtet der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler. Im Lied heißt es: der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet. – In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet? Dies wiederum erinnert an die Henne, die ihre Flügel über den Küken ausbreitet. Beides, Adler und Henne, sind Christussymbole, der Adler ist zugleich auch Sinnbild der glaubenden Seele, die kraftvoll aufsteigt zur Suche und Anschauung Gottes.

Im neuen GL kommt zu den uns vertrauten Strophen eine weitere hinzu:
Lobe den Herren,
der sichtbar dein Leben gesegnet,
der aus dem Himmel
mit Strömen der Liebe geregnet.
Denke daran,
was der Allmächtige kann,
der dir mit Liebe begegnet.

Kommentare:

chiqitac hat gesagt…

Er ist dein Licht,
Seele vergiss es ja nicht!
Lob ihn in Ewigkeit. Amen.

Liebe ich auch!

Ashmodiel hat gesagt…

Schwierig.
Bei mir sind es glaube ich "Du hast uns, Herr, gerufen" und "Von guten Mächten wunderbar geborgen."
"Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" liebe ich aber auch sehr. Und "Tochter Zion".

Cassandra hat gesagt…

"Lobe den Herren,
der sichtbar dein Leben gesegnet,
der aus dem Himmel
mit Strömen der Liebe geregnet.
Denke daran,
was der Allmächtige kann,
der dir mit Liebe begegnet."

das Lied für schwangere BRäute :-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Das auch ;) Vielleicht hätte ich doch lieber mit Er ist dein Licht aufgehört.

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