Dienstag, 5. November 2013

70. Todestag des sel. Bernhard Lichtenberg



Der Gerechte muß viel leiden – Altarbild mit Szenen
des Lebens und Sterbens des sel. Bernhard Lichtenberg
Allmächtiger Gott und Vater,
der sel. Bernhard Lichtenberg hat als Priester in Berlin Zeugnis gegeben für die Botschaft deines Sohnes. Unermüdlich sorgte er für die ihm anvertrauten Gläubigen und spendete die Sakramente. Unerschrocken verkündete er den Glauben durch die Werke der Liebe. Er war ein Bruder der Armen, der Geplagten und Verfolgten, der Gequälten und Ausgestoßenen. Öffentlich hat er für die Gefangenen in den Konzentrationslagern gebetet, für die todgeweihten Juden und für die angeblich „lebensunwerten“ Behinderten. Weil er nicht über die Wahrheit schweigen wollte, brachten ihn die Machthaber zu Tode. Wir danken dir, daß Bernhard Lichtenberg unter uns dein Priester sein durfte. Stelle ihn vor die ganze Kirche als Zeugen für dein Evangelium (aus der Novene um Fürbitte und Heiligsprechung des sel. Bernhard Lichtenberg)

Die Gedenkstätte Yad Vashem zählt den sel. Dompropst Bernhard Lichtenberg zu den Gerechten unter den Völkern. Der Gerechte muß jedoch, wie die Schrift sagt, viel leiden. Das hat auch der sel. Bernhard erfahren, der dennoch nichts anderes wollte, als Gefangener des Herrn zu sein, denn jener selbst, der Gerechte, macht die vielen gerecht.

Im vorigen Jahr hat das Erzbistum einen Postulator auf diözesaner Ebene für das Heiligsprechungs­verfahren des sel. Bernhard Lichtenberg ernannt und das ganze Bistum hat mindestens eine Novene dafür gebetet, was dazu geführt hat, daß der von mir geliebte Hymnus Jesu dulcis memoria ganz oft gesungen wurde, weil der sel. Bernhard diesen ebenfalls geliebt hat und er daher Teil der Novene war. Was fehlt, ist vor allem noch ein Wunder. Wer also ein Gebetsanliegen hat und auf ein solches Wunder hofft, wende sich doch vertrauensvoll an diesen sicherlich machtvollen Fürsprecher vor Gott.

Dieses Jahr begehen wir den 70. Todestag des sel. Bernhards und die Gläubigen des Bistums danken dafür, daß er, wie es in der Novene heißt, unter uns dein Priester sein durfte. Die Dompröpste der Kathedrale tragen das Brustkreuz, das der sel. Bernhard getragen hat – eine Reliquie im dauernden Gebrauch. Das Pontifikalamt zum Gedenken des seligen Märtyrers feiern wir heute abend um 18 Uhr in der Hedwigskathedrale (mit anschließendem Gedenken am Grab des Seligen).

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