Montag, 19. August 2013

Kommuniongang

Eine Zeitlang waren unter unseren Ministranten die Hälfte Mundkommunikanten (unter denen, die häufig ministrieren, waren es fast alle); auch ist es bei uns üblich, daß die Ministranten die Kommunion kniend empfangen. Manchmal denk ich, es ist gerade wichtig, daß unter denen, die zuerst und, segne es Gott, in der gebotenen Ruhe die heilige Kommunion empfangen, Mundkommunikanten sind. Manch einer, so bekommt man bei aller Versenkung mit, entschließt sich spontan auch dazu, vielleicht, weil er sieht, daß es möglich ist.

Der Holier-than-thou-Gedanke ist mir dabei noch nie gekommen. Es gibt in der Unterkirche aber immer den einen PGR-bewegten Herrn, der sich hochaufgerichtet an die Kommunionbank stellt, weil er prinzipiell nicht kniet, und die Dame, die die Kommunion statt mit beiden Händen, nur mit der linken Hand empfängt .oO(Weil wir es können!) Umso wichtiger scheint mir, daß die Ministranten gerade beim Empfang der Heiligen Kommunion mit gutem Beispiel vorangehen. Die kniende Haltung bringt per se Ehrfurcht und Andacht zum Ausdruck, da sie die Haltung des Anbetenden und Empfangenden ist (im Altertum erbat man auf diese Weise eine Gunst von seinem König), auch „entschleunigt“ sie den Kommuniongang auf heilsame Weise.

Kommentare:

Angelofberlin hat gesagt…

In meiner Gemeinde kann ich mich auch noch gut an einen nicht mehr ganz jungen Herrn (Kommunionhelfer - 'tschuldigung: Gottesdienstbeauftragter)erinnern, der das Knien stritt verweigerte. Ich habe den möglicherweise subjektiven Eindruck, daß es vor allem die ältere (Vaticanum II bewegte) Generation ist, die sich mit knieender Mundkommunion schwer tut. Und das nicht, weil die Knie es icht mehr erlauben. Knieende Mundkommunion wird dagegen häufig von jungen Menschen praktiziert.
Was diese Dame 'mit der linken Hand' betrifft ... Da halte ich es für ein schweres Versäumnis des Zelebranten, der betreffenden Person unter diesen Umständen die Kommunion zu reichen. Er sollte die Frau nach der Messe einmal darauf ansprechen. Und wenn keine Einsicht zu erkennen ist, dann erfordert es seine Pflicht dem HERRN gegenüber, ihr die Kommunion zu verweigern. Wenn schon nicht dem Beispiel von Papst em. Benedikt und offenbar auch Papst Franziskus gefolgt wird, die bei der Kommunionspendung in St. Peter und auf dem Petersplatz aus guten Gründen auf Mundkommunion bestehen.
Wissen wir in Berlin es mal wieder besser ...?

Braut des Lammes hat gesagt…

Ich bin in dem Kontext auf jenen Gottesdienstbesucher verfallen, weil sie etwas Demonstratives hat, eine Art von
"Unholier-than-thou", wenn man so will.

Bei der Frau wäre ich wahrscheinlich als Kommunionspender in Versuchung mich über die Kommunionbank zu beugen, ihr mit der entsprechenden Gestik begreiflich zu machen, wie man die Hände zu einem Thron formt. Warum überhaupt irgendeine Belehrung unterlassen wird, vermag ich nicht zu sagen. Schön anzusehen ist es nicht.

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