Dienstag, 6. August 2013

Er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit – Fest der Verklärung


Der Tag heiliger Glückseligkeit ist gekommen:
der Herr ist auf dem Berg Tabor erschienen
und erstrahlt im Glanz seiner Heiligkeit (aus dem Troparion vor dem Fest der Verklärung)

Der feierliche Segen des heutigen Fests der Verklärung ist Aarons Segen, den ich eben wegen der Zeile er erhebe sein Antlitz auf euch immer sehr geliebt habe.

Die Perikopen des Tages zeigen uns Christus als den Verklärten, dessen Antlitz wie ganze Gestalt so strahlend wird, daß es die Jünger blendet und sie ihn nicht ansehen können. Solcherart wird der Glanz sein, den wir einst sehen werden – und dann ertragen können –, dann, wenn wir ihn sehen können, wie er ist: Christus, von dem es in der Offenbarung heißt, daß man keine Lampe noch das Licht der Sonne brauchen wird, denn Gott selbst wird leuchten und alle Finsternis vertreiben.

Das Fest der Verklärung mitten im Sommer scheint uns auf den ersten Blick vielleicht entlegen, hören wir die Perikope von der Verklärung doch sonst in der Fastenzeit. Mit diesem Fest verhält es sich wohl ähnlich wie mit Fronleichnam, das ein Gegenstück zum Gründonnerstag ist. Die Einsetzung des Priestertums und der Eucharistie konnte man in der Fastenzeit und Karwoche nicht so prunkvoll feiern, wie man gewollt hätte und es angemessen ist. So ist es auch mit dem Fest der Transfiguration, das in den Ostkirchen eines der höchsten Feste ist – und wie sollte es auch nicht? In jedem Jahr bin ich etwas erstaunt, daß es in der Tradition der lateinischen Kirche kein Hochfest ist. So schreibt der hl. Chrysostomus: Es [das Ereignis der Verklärung] enthüllte ihnen etwas von seiner Heiligkeit, so viel und insoweit sie es verstehen konnten, und zeigte ihnen den innewohnenden Gott.

Das Fest der Verklärung birgt mehrere freudige Geheimnisse
  • Christus ist wahrer Mensch und wahrer Gott
  • Christus der Erlöser wurde verklärt und verherrlicht, um uns zu erretten
  • er wird wiederkehren in Herrlichkeit
  • Gott erhebt sein strahlendes Antlitz auf uns und wir werden erleuchtet vom göttlichen Glanz
  • er ist unsere Hoffnung

1 Kommentar:

Huppicke hat gesagt…

Ein tolles Bild dazu.
Ich mag die Ruhe und Stille, die die Jesus und die beiden Heiligen ausstrahlen und im Gegensatz dazu die Unruhe der drei Apostel die mit der Größe und Heiligkeit völlig überfordert sind.
So geht es uns allen.

Wie dankbar wir Gott sein müssen, dass er seine Heiligkeit durch die lange Geschichte, durch den Menschensohn, durch seine Heiligen, die Kirche, die Liturgie offenbart.
Auf all dies können wir schauen und unsere kleinen Verstand behalten.

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