Mittwoch, 10. Juli 2013

Wo ist dein Bruder? – Der Heilige Vater auf Lampedusa

Is there anything Catholics won't fight about? hatte vor einiger Zeit mal The Crescat gefragt. In der Tat frage ich mich das manchmal auch bzw. staune, was manchen bei einer bestimmten Sache eingeht und was nicht. Papst Franziskus hat vorgestern die Insel Lampedusa besucht. Er hat dort eines, vielleicht sogar mehrere der hauptsächlichen Werke der Barmherzigkeit geübt, indem er die Trauernden getröstet, die Gefangenen besucht, um die Toten getrauert und vielleicht sogar die (geistlich) Hungernden gespeist hat. Anstatt zu hören, was der Heilige Vater zu sagen hat, regen sich manche sich nun über die Farbe des Meßgewandes, die Häßlichkeit der Gewänder der Konzelebranten oder die Grußworte an die Moslems auf. Du liebe Güte. „Und wieso überhaupt Violett?“ – weil Violett die Farbe der Buße und Trauer ist, das war jetzt naheliegend.

Wo ist dein Bruder? fragt Gott und der Papst bezieht diese Frage auf unsere Kultur, die oft so antwortet, wie Kain geantwortet hat: soll ich meines Bruders Hüter sein? Was spielt es denn da für eine Rolle, wie ein Meßgewand aussieht oder was er zu den Moslems gesagt hat? Ich würde vielleicht erstmal hören und darüber nachdenken, was er zu uns gesagt hat.

Flüchtlingslager auf Lampedusa

Kommentare:

jeannedarc hat gesagt…

Nicht zu vergessen, das Auto, mit dem der Papst auf Lampedusa gefahren ist, zog so manche Aufmerksamkeit auf sich!!

Braut des Lammes hat gesagt…

Das mit dem Auto hab ich erst später gehört. Wir fügen einen Jeep hinzu. ;)

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