Dienstag, 9. Juli 2013

Arbeiter für die Ernte − Gedenktag des hl. Augustinus Zhao Rong und seiner Gefährten

Das Fest der hll. Augustinus Zhao Rong und seiner Gefährten ist eigentlich das vieler chinesischer Märtyrer, die in den Jahren 1648 bis 1930 ihr Leben für Christus gaben, insgesamt 120. Menschen jeden Alters. Einige von ihnen waren noch Kinder, der älteste 97 Jahre alt, der jüngste gerade einmal sieben. Die weitaus meisten von ihnen, waren chinesische Laien - Eltern und ihre Kinder, Katecheten oder Arbeiter, und auch vier Weltpriester. Unter den Märtyrern, die nicht in China geboren waren und die man dennoch zu den chinesischen Märtyrern zählt, waren viele Ordensschwestern, Nonnen und Priester, vor allem der Dominikaner, der Minderbrüder, der Jesuiten und der Missionsbrüder des hl. Franziskus.

Die chinesischen Märtyrer wurden zu verschiedenen Zeiten seliggesprochen, im Jahre 2000 dehnte Papst Johannes Paul II. ihre Verehrung auf die Kirche in der ganzen Welt aus und sprach sie heilig. Die chinesische Regierung sah dies mit großem Mißfallen. Gott aber gedachte, es gut zu machen: gerade wegen der lautstarken Mißfallensbekundungen wurde man nicht nur in China und Hongkong, sondern weltweit auf die Heiligsprechung aufmerksam. Viele schauten daraufhin auf das Leben und Sterben dieser heiligen Märtyrer, die dies sonst nicht getan hätten: Wer waren diese Märtyrer, warum sprach man sie heilig und warum waren manche so sehr dagegen?

Beeindruckendes wird von ihnen berichtet: einer von ihnen weinte, als man ihn zur Kreuzigung führte, und dankte Gott unter Tränen, weil er gewürdigt worden war, das Martyrium auf die gleiche Weise zu erleiden wie sein Erlöser. Ein anderer, Chi Zhuzi, der das Martyrium zur selben Zeit erlitt wie der hl. Augustinus Zhao Rong, und erst achtzehn Jahre alt war, rief, als man ihm den rechten Arm abtrennte und ihm bei lebendigem Leib die Haut abziehen wollte: „Jeder Fetzen meines Fleisches, jeder Tropfen meines Blutes wird bezeugen, daß ich Christ bin!“ Unter den Märtyrern ist ein Priester, den ein anderer für 30 Geldstücke verriet und Mann, der das Martyrium zwei Tage nach seiner Taufe erlitt. Zwei Jesuiten gaben ihr Leben am Altar.

Das Christentum kam um das Jahr 600 über Syrien, wo die Kirche heute ebenfalls in der Diaspora und Verfolgung lebt, nach China. In seiner Predigt am Abend wies Herr Weihbischof em. Weider darauf hin, daß sich die Zahl der gläubigen Katholiken in China vervierfacht hat, Unterdrückung, Vertreibung, Boxeraufstand, Kommunismus und Kulturkampf zum Trotz. Und auch jetzt sind die unerlaubten Bischofsweihen der Staatskirche in China eine schmerzhafte Wunde in der kirchlichen Gemeinschaft, wie Papst Benedikt 2007 an die Katholiken in China schrieb. In der Bedrängnis wuchs die Kirche stärker als die Kirche in Japan, deren Christen in dieser Zeit nicht verfolgt wurden.

Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben, heißt es von Jesus im Tagesevangelium. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Jesus hat nicht nur 72 andere erwählt, sondern unabsehbar viele, eigentlich jeden, der das Sakrament der Taufe empfangen hat, zu helfen, die Saat auszusäen und die Ernte einzubringen.

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...