Mittwoch, 31. Juli 2013

…and fiddlebacks!

Franziskaner der Immakulata
In the meantime … the contemplative branch will be offering Mass in Latin using the Roman Canon I, ad orientem, with the celebrant wearing a fiddleback. The friars will continue to sing Gregorian chant for the antiphons and Mass parts, and there will be no lack of bells, flowers, candles and incense.

Liest man dies hier, denkt man sich, schön!, zumal daraus auch klar hervorgeht, was so mancher nicht weiß − all das ist auch in der ordentlichen Form des römischen Ritus’ möglich oder auch: es gibt keinen Grund, warum es all das in der ordentlichen Form des römischen Ritus’ nicht geben sollte. Froh wäre ich, ich könnte regelmäßig zu einer solchen Heiligen Messe: ordentliche Form, gregorianischer Gesang, römischer Kanon, Schellen, Weihrauch, hach! Schmunzeln mußte ich darüber, daß die Baßgeigen eigens hervorgehoben werden. Käme irgendjemand zu diesen Heiligen Messen nicht, wenn der Zelebrant keine Baßgeige trüge oder von wannen dieser Hinweis? (Es liegt mir fern, mich über den Bruder lustig machen zu wollen, ich wüßte wirklich gern die Antwort.)

Kommentare:

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Mhh, für mich wären die Baßgeigen eher ein Grund, der Messe fern zu bleiben - aber da liege ich mit der Mehrheit meiner Mit-Alte-Messe-Molche natürlich ziemlich über Kreuz ... ;-)

Admiral hat gesagt…

Diese Lösung fiel mir als erste ein, als ich von dem Dekret hörte.

Simplicius hat gesagt…

Schmunzeln muss ich da auch. Gerade Bassgeigen passen nach meinem Empfinden gar nicht unbedingt sooo sehr ins monastische Umfeld, aber seis drum - so eine Messe hätte ich auch nur all zu gerne in meinem Umfeld.

Ein bisschen trotzig hört es sich jedoch schon an. Vielleicht hätten sie schreiben sollen: "Besonders viele Blumen, fett Inzens und extra breite Bassgeigen", um die Ordenskongregation auch ja so richtig zu ärgern ;-)

simplex hat gesagt…

Warum wird denn - was die Paramente anbelangt - die alte Messe fast ausschließlich mit Bassgeigen assoziiert? Ich halte das für völlig kontraproduktiv; so kommen Anhänger der älteren Form der hl. Liturgie nie aus dem Verdacht heraus, zwanghaft am 19. Jahrhundert festzuhalten - warum das?

Und was ich auch nie verstehe: Wenn ich mir den Barock als die Epoche vorzustellen habe, die immer die Fülle, das Pleroma, das Verschwenderische auszudrücken sucht - warum dann dieser Reduktionismus bei den Textilien? Warum dann eine komplett beschnittene Kasel statts einer konischen?
Da könnte ich auch eher nachvollziehen, wenn von "überlieferter" Liturgie die Rede ist - denn dem optischen Eindruck nach zu schließen beginnt die liturgische Überlieferung erst in der frühen Neuzeit!

Braut des Lammes hat gesagt…

Später ist mir noch eingefallen, es lag ihm vielleicht einfach dran, auszudrücken, es wird soviel wie irgend möglich so gemacht wie vorher auch und da sind ihm halt auch die Baßgeigen in die Feder geflossen.

yuakim hat gesagt…

In meiner Gemeinde St. Johann B. , Krefeld, feiern wir seit Jahren die Hl. Messe in der ordentlicehn Form ad orientem, oft mit Kanon I, am 1. Sonntag im Monat lateinisch, mit Kommunionbänken und überwiegend kniende Mundkommunionen ... Reform der Reform...

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