Dienstag, 25. Juni 2013

Eucharistische Anbetung am Freitag


Die hiesige Gottesdienstordnung wird etwas geändert: ab August wird die Sonntagvorabendmesse eine Stunde früher gefeiert, also 18 Uhr statt 19 Uhr; die sakramentale Anbetung, die bisher am Samstagnachmittag gehalten wurde, halten wir nun am Freitagabend. Aus verschiedenen Gründen halte ich das mit der Verlegung der sakramentalen Andacht für eine wirklich gute Idee. Zum einen liegt sie nun am Freitagabend unmittelbar vor der Heiligen Messe, was uns die schöne Möglichkeit gibt, am Herz-Jesu-Freitag auch den sakramentalen Segen zu empfangen. Außerdem muß man sich nun nicht mehr zwischen Heiliger Messe und Anbetung anderswo entscheiden. (Regina Martyrum bietet ebenfalls beides).

Außerdem dürfte von den äußerlichen Bedingungen her vielleicht nun etwas mehr Ruhe einkehren. Bisher ist es von den Touristen abgesehen, am Samstagnachmittag immer auch vorgekommen, daß Leute verinnerlicht hatten, die Abendmesse sei in der Kathedrale um sechs (was ja an allen anderen Tagen auch zutrifft). Diese stiegen dann in die Unterkirche hinab und erkundigten sich irgendwann in der Anbetung nach der Messe. Da man meist keine Lust hatte, darauf noch andertviertel Stunden zu warten, stieg man anschließend mehr oder weniger geräuschvoll wieder hinauf und mopperte in der Oberkirche herum. Diese Klippe ist jedenfalls umschifft. Dafür kommen jetzt allerdings die Leute zur Heiligen Messe. Ich hoffe, die meisten werden, wenn sie es einmal wissen und die Möglichkeit haben, schon früher kommen: die sakramentale Anbetung mit der Heiligen Messe im Doppelpack ist doch eigentlich ideal – die eucharistische Anbetung, bei der sich in gewisser Weise auch Himmel und Erde berühren und die zur Heiligen Messe und zur Kommunion, der Quelle und dem Mittelpunkt unseres Lebens führt.

Kommentare:

Maria hat gesagt…

Liebe Braut des Lammes,
nachdem ich mich erst in letzter Zeit mit der Herz-Jesu-Verehrung (die ich früher eher mit Ablehnung zur Kenntnis genommen habe) und ihrem Usprung beschäftige, habe ich mir oft in Kirchen die Bildnisse Jesu am Kreuz angeschaut. Und jetzt meine (vielleicht "dumme" Frage): im Evangelium heißt es ja, dass der Soldat in Jesu "Seite" stieß, oder? Anscheinend hat das nicht jeder als "Herz" aufgefasst, denn manchmal wird die Wunde auf der "falschen", also der rechten Seite, abgebildet, oder? Gibt es da eine Erklärung?
Viele Grüße
Maria

Braut des Lammes hat gesagt…

Es stimmt, daß im Evangelium steht, …einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. Wenn man sich das ganz bildlich vorstellt, kommt heraus, daß man, zumal von unten, aus verschiedenen Richtungen stechen kann. Die Wunde ist ja meist auch weiter unten als das Herz liegt – da das Herz weiter oben vom Brustkorb geschützt ist; der Stich wurde also von schräg unten geführt und kann so auch ohne weiteres die Herzspitze getroffen haben.

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