Samstag, 29. Juni 2013

Eine kleine Bildergalerie zum Pallium

Eines der Agneslämmer, deren Wolle in dem Pallium
eines Erzbischofs verwoben wird. Der rote Blumenkranz
ist das Zeichen des Blutes des Martyriums.
Das Pallium mit den sechs aufgestickten schwarzen Kreuzen
wird von den Schwestern der Abtei Sta. Cecilia
 in Trastevere  gefertigt und vor der Verleihung in der
Nische aufbewahrt, in der das Grab des Apostels Petrus
sich befindet.  Die schwarzen Spitzen, in die das Pallium
auf Brust  und Rücken  mündet, erinnern an die Hufe
eines Lammes, das der Hirt auf seinem Rücken
und zum Wasser des Lebens trägt.
Vor und nach der Liturgie wohnt das Pallium
in einem solchen Häuschen, auf dessen rechter
Seite sich das Bild des Apostels Petrus befindet.

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf, dem der Hirte in die Wüste nachgeht, war für die Kirchenväter ein Bild für das Geheimnis Christi und der Kirche. Die Menschheit, wir alle, sind das verlorene Schaf, das in der Wüste keinen Weg mehr findet. Den Sohn Gottes leidet es nicht im Himmel; er kann den Menschen nicht in solcher Not stehen lassen. Er steht selber auf, verläßt des Himmels Herrlichkeit, um das Schaf zu finden und geht ihm nach bis zum Kreuz. Er lädt es auf die Schulter, er trägt unser Menschsein, er trägt uns – er ist der wahre Hirt, der für das Schaf sein eigenes Leben gibt. Das Pallium sagt uns zuallererst, daß wir alle von Christus getragen werden. (Papst Benedikt XVI. in der Predigt zu seiner Amtseinführung)

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Ich habe mich mit diesen Erklärungen der Liturgie früher sehr schwergetan, fand das "nah am Aberglauben".
Heute sehe ich darin eine große poetische Kraft, die ich nicht missen möchte.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ich finde, manche Dinge hängen in ihren Einzelheiten auch so wunderbar zusammen – daß man etwa die Pallien vor der Übergabe noch zu einer Berührungsreliquie des hl. Petrus macht. Das mit der poetischen Kraft hast du sehr schön ausgedrückt.

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