Samstag, 25. Mai 2013

Reliquie des Tages – der unverwesliche Leib der hl. Maria Magdalena von Pazzi


Die heilige Karmelitin Maria Magdalena von Pazzi gehört zu den Heiligen, deren Leiber zu den unverweslichen gerechnet werden, solchen, die aus unerklärlichen Gründen dem natürlichen Verfallsprozeß trotzen.

Obwohl sie unter dafür denkbar schlechten Bedingungen bestattet wurde – nahe bei einem Brunnen und einer Regenrinne –, fand man bei der Erhebung ihrer Reliquien Ende Mai 1608 in Florenz zwar das Wachstuch, in das man sie gewickelt hatte, verdorben und ihren Habit durchnäßt vor, ihr Leib aber war nahezu unversehrt und so beweglich, daß alle, die der Ausgrabung beigewohnt hatten, von großer Ehrfurcht und Rührung ergriffen waren.

Der zuständige Erzbischof erteilte die Erlaubnis, den Leichnam, so wie er war, ins Kloster zu bringen. Dort wurde er, neu bekleidet, zur Verehrung in die Krankenzelle gebracht, in der Sr. Maria Magdalena die letzten fünf Jahre ihres Lebens verbracht hatte. Nach einigen Tagen, begann der Leib der Heiligen, eine Flüssigkeit abzusondern, die als sehr wohlriechend beschrieben und mit Tüchern aufgefangen wurde, von denen in zwölf Jahren viele kleine Stückchen als Berührungsreliquien an Gläubige weitergegeben wurden. Ziemlich genau zwölf Jahre, vom Juni 1608 bis zum Juni 1620 dauerte dies an, dann versiegte die Flüssigkeit, der Wohlgeruch hingegen blieb. Unerklärlich und berührend.

Darstellungen aus der Ikonographie zeigen die Heilige mit den Worten aus dem Johannesevangelium auf der Brust: Und das Wort ist Fleisch geworden. Hier offenbart sich das Wort am Fleisch – du läßt deinen Heiligen die Verwesung nicht schauen.

1 Kommentar:

Konstantin hat gesagt…

Schöne Krone...die sie im Himmel trägt wird wohl unvorstellbar prachtvoller sein.

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