Samstag, 18. Mai 2013

Ahme nach, was du vollziehst – Priesterweihe in der Hedwigskathedrale

Pfingstsamstag ist für das Erzbistum ein ungewöhnlicher Termin für die Priesterweihe, sonst wars immer Peter und Paul (das sollte keine Klage sein, vom Bezug her ist die Vigil von Pfingsten natürlich für eine Priesterweihe wunderschön). Jedenfalls war heute für die ostdeutschen Bistümer ein Tag der Freude und des Dankes, denn fünf Kandidaten haben die Priesterweihe empfangen, einer davon heute morgen in der Kathedrale. Es war dies seit 2011 wieder die erste Priesterweihe und auch im nächsten Jahr werden voraussichtlich mehrere Kandidaten geweiht, Deo gratias!

Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes – diese Worte aus der Liturgie, die sich an den Neugeweihten richten, griff auch der Kardinal in einer Predigt auf, denn was bedeutet es, zum Priester geweiht zu werden? Ahme nach was du vollziehst heißt, daß der Priester auch selbst Gabe und dem ähnlich werden soll, dessen Geheimnisse er am Altar feiert.

Bei der Spendung von Sakramenten wie der Taufe, der Firmung und der Weihe anwesend zu sein, halte ich immer für eine Gnade, einfach, weil man das Wirken des Geistes spürt. Von diesen Sakramenten glauben wir, daß sie der einzelnen Seele ein unauslöschliches Siegel einprägen. (Etwas, was mir nie so restlos klargeworden ist: wie ist das, wenn einer dem Priestertum entsagt und vielleicht irgendwann laiisert wird? Das unauslöschliche Siegel trägt er ja trotzdem weiterhin, „entprägen“ geht nicht).

Irgendwann zwischendurch – ich glaub, nach der Handauflegung – hab ich mich prompt in liturgische Überlegungen verwickelt, inwieweit in ganz ähnlich aufgebauten Liturgien doch einzelnes ganz anders sein kann: bei der Priesterweihe wird das Sakrament, wenn ich das recht verstanden habe, durch die Handauflegung gespendet und später spricht der weihende Bischof das Weihegebet über den Geweihten. Bei der Jungfrauenweihe wird die Consecratio dagegen durch das Weihegebet des Bischofs vollzogen.

Durch die ununterbrochene Folge von Handauflegungen ist die Vollmacht, die Sakramente zu spenden, von den ersten Aposteln zu den Priestern gelangt, die uns heute die Sakramente spenden. Beten wir für alle, die in diesen Tagen das Sakrament der Priesterweihe empfangen, daß sie in ihrem priesterlichen Leben nachahmen mögen, was sie vollziehen. Allen an der Vigil zu Pfingsten Neugeweihten Gottes Segen.

Kommentare:

Psallite Deo hat gesagt…

Das Bild ist wirklich toll!

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, das finde ich auch. Als ich es zum ersten Mal gesehen hab dachte ich, falls er später Priester wird, weiß er das entweder noch oder andere erzählen es ihm.

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