Sonntag, 28. April 2013

Unser Flußpferdhaus…


Die taz über die Hedwigskathedrale, deren Interieur sie an einen sehr alten Operationssaal, vielleicht auch an ein historisches Flußpferdhaus erinnere „mit Strängen aus Kugellampen und Aluminiumprofilen und skulpturalem Sicherheitsglas, alles eingerahmt von würfelig gemusterten Wänden in Schimmelgrün.“

Das Schlimme ist, mit ihren spitzigen Bemerkungen zur Innenraumgestaltung der Kathedrale haben sie auch noch irgendwie recht, die ist tatsächlich äußerst kühl geraten[1] – wer schon mal versucht hat, in all dem Grau und Grün ein freundlich wirkendes Foto zu schießen, weiß, wovon ich rede. Indes übersieht der Redakteur natürlich ein wesentliches Faktum: daß sich Gnade und Berufung nicht an der Schönheit von Kirchbauwerken festmachen. Was nicht heißt, daß man nicht vielleicht irgendwann doch weg von der Flußpferdhausatmosphäre kommen könnte.

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[1] übrigens: ähm, das waren die Sechziger, nicht die Achtziger…

Kommentare:

Admiral hat gesagt…

Ich bitte dann mal um eine Hippodrom, ähhh, Kathedralführung, wenn ich im August in Berlin sein sollte. :-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Gerne doch! :) – Pinguinhaus wäre auch irgendwie passend gewesen…

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