Mittwoch, 27. März 2013

Von allen auserwählter Stamm – die Legende vom Holz des wahren Kreuzes

Nach der Schrift wurde Jesus an einem Kreuz auf dem Hügel Golgotha gekreuzigt, der Schädelstätte, wo sich der Überlieferung zufolge auch Adams Schädel befindet. Jesus Christus selbst wird vom Apostel und den Vätern der neue Adam genannt, der den Weg Adams zurückgeht. Indem er in den Tod geht und darüber hinaus, in die Unterwelt hinabsteigt, führt er uns ins Licht und ins Leben.

Der Überlieferung zufolge hat das Holz des Kreuzes eine eigenartige Geschichte:

Als Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, gelang es einem der Söhne Adams, Seth, einen Zweig jenes verhängnisvollen Baumes der Erkenntnis mit sich zu nehmen, dessen Früchte die Herzen seiner Eltern dem Bösen geöffnet hatten. Einige Varianten der Legende besagen jedoch, der Zweig sei vom Baum des Lebens gekommen, der auch im Garten Eden stand. Aus diesem Zweig wurde ein Stab gefertigt, der unter den hebräischen Patriarchen von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Dies war der Stab, den Mose vor dem Pharao in eine Schlange verwandelte, der Stab, mit dem er das Rote Meer teilte und an den Felsen in der Wüste schlug, so daß Wasser heraussprang. Und als die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten von Giftschlangen geplagt wurden, hängte Mose die Kupferschlange an diesen Stab. Wer zu der Kupferschlange aufsah, wurde geheilt. Dies war auch der Stab des Hirten Isai, des Vaters Davids; der Stab, der wundersamerweise Blüten trieb, als Zeichen, daß Isais Sohn einmal König werde. Nach vielen Begebenheiten gelangte der Stab zuletzt in die Hand Josefs, des Bräutigams Mariens. Von dessen Sohn Jakobus wurde er Judas Iskariot gegeben. und von ihm denen, die das Kreuz Christi zimmerten.

Der Baum, so schreibt der hl. Augustinus, der den Verlust des Paradieses über uns brachte, sollte das Werkzeug der Erlösung sein, und: um von unseren Sünden geheilt zu werden, schauen wir auf den gekreuzigten Christus.

Dies ist die Legende vom Holz des Heiligen Kreuzes, des Baumes, der zugleich die Frucht des Todes und des Lebens trägt. Die Hymnen der Karwoche besingen diesen Baum in wunderbaren Worten:
Heilig Kreuz, du Baum der Treue,
edler Baum, dem keiner gleich,
keiner so an Laub und Blüte,
keiner so an Früchten reich:
Süßes Holz, o süße Nägel,
welche süße Last an euch.
O schöner Baum es glänzt an dir,
des Purpurs köngliche Zier.
Von allen auserwählter Stamm,
du trägst das reine Gotteslamm.

1 Kommentar:

Lauda Sion hat gesagt…

Die mops ich mir mal :)

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