Dienstag, 5. März 2013

Im Jubel, Herr, wir dich erheben – hl. Oliva von Brescia


Von manchen heiligen Jungfrauen und Märtyrern der frühen Kirche wissen wir wenig mehr als das Essentielle: sie gaben ihr Leben für Christus. Gerade deswegen vergißt sie das römische Martyrologium nicht. In gewisser Weise könnte man das Martyrologium als das Gedächtnis der heiligen Kirche bezeichnen.

Da Braut des Lammes ein Jungfrauenblog ist, schreibe ich besonders gern über diese Mitschwestern der frühen Kirche, deren Feste im Direktorium für den Ordo virginum natürlich besondere Bedeutung haben.

Heute feiert die Kirche die hl. Oliva (von Brescia, es gibt auch eine aus Palermo). Sie erlitt das Martyrium in der Regierungszeit des Kaisers Hadrian am 5. März des Jahres 119 oder 138. Die Jungfrau Oliva wurde beim Gebet an den Gräbern christlicher Märtyrer in dieser Zeit der Christenverfolgung verhaftet und sollte durch Folter dazu gebracht werden, ihrem Glauben abzuschwören. Stattdessen blieb sie standhaft und gab unter Gebet ihre Seele Gott zurück.

In einem Forum schrieb vor längerer Zeit jemand, die Berufung zum Martyrium sei eine eigentlich männliche, während die der Frau die sei, Leben zu schenken. Schaue ich auf das Leben dieser Märtyrinnen, kann ich das immer gar nicht finden. Wenn man schon vom Martyrium als einer Berufung und nicht einer Gnade spricht (die unverdient verliehen wird), so ist hier meines Erachtens weder Jude noch Grieche, weder Mann noch Frau, es sind alle eins in Christus und geeint durch die gleiche Gnade, die ihnen verliehen wurde.

Im Jubel, Herr, wir dich erheben, ob deiner Zeugen Herrlichkeit, singen wir im Lied und es ist wahr, alle Heiligenverehrung ist Verherrlichung Gottes, wie  auch das Sterben seiner Märtyrer Gott selbst verherrlicht.
Wie lautres Gold sind sie geprüft,
wie lautres Gold nahm sie der Herr zu sich
als ein vollkommen Opfer ewiglich.

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