Freitag, 1. März 2013

Die Münchener Monstranz kommt zu Besuch

Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir.
Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.
Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin,
weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.

Morgen kommt uns die Monstranz des eucharistischen Weltkongresses auf ihrer Tour besuchen. Die erste Station macht sie dabei in der Hedwigskathedrale, wo sie mittags um zwei empfangen wird, mit anschließender Möglichkeit zur sakramentalen Anbetung bis zum Angelusgebet um sechs. Auch die erste Vesper zum dritten Fastensonntag wird daher wohl vor dem ausgesetzten Herrn gesungen. Der Introitus dieses Sonntags (Occuli) paßt dazu: Meine Augen schauen stets auf den Herrn.

Irgendwie halte ich die Monstranz ja für eine herrliche Verbindung aus Sechzigerjahrefeeling (die Form!) und byzantinischem Mittelalter (die Edelsteine).

Kommentare:

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Mhh, schon sehr Sixties. Die mit den rötlichen Steinen stilisierten Strahlen erinnern mich zudem an das Atom-Logo. Irgendwie gefällt mir diese Monstranz nicht ...

Braut des Lammes hat gesagt…

Na ja, die Monstranz des eucharistischen Kongresses von 1960 ist halt das Kind ihrer Zeit, was soll man da sagen? Den byzantinischen Schmuckstil mag ich irgendwie, die Form hat mich an die Eierbecher meiner Eltern erinnert (die mochte ich auch). Wenn ich an diese österreichische "Monstranz" denke – ich sag nur: Grillzange - weiß ich nicht, ob wir heute künstlerisch unbedingt weiter sind. In die Kathedrale, die seit der Ausbombung selbst innen sehr sechzigerjahreartig aussieht, hat sie witzigerweise gut gepaßt.

Admiral hat gesagt…

Mein Favorit ist diese Monstranz auch nicht. Ich bin da eher traditioneller, bei uns gibt es Peter und Paul Figürchen links und rechts und alles ist goldig....

Frischer Wind hat gesagt…

Ich finde, sie sieht geradezu aus wie ein edelsteinverziertes Osterei - was ja sehr gut in diese österliche Zeit passt... :-)

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