Dienstag, 12. März 2013

Gott ist in ihrer Mitte – am Abend des ersten Konklavetages

Da man sich ja vorher Gedanken darum machte, daß das Tageslicht in Rom abends früher vergeht als Rauch beim letzten Wahlgang aufsteigen wird. Ich habs (über eine Webcam) live gesehen: Mann, war der schwarz! Und das sogar in der Dunkelheit! Falls der weiße Rauch im Falle des Falles genauso eindeutig zu erkennen ist, hat sich die Technik in dieser Hinsicht verbessert (als Spielkalb interessiert mich sowas immer).

Vorhin konnte ich mir, bevor ich zur Heiligen Messe ging, noch den Einzug der Prozession in die Sixtina und den Beginn der Vereidigung ansehen, das „extra omnes“ leider schon nicht mehr. Bemerkenswert fand ich bei aller Anrührung ja, daß sie den Hymnus Veni creator spiritus auf genau dieselbe Weise gesungen haben wie in den Schuhen des Fischers. Ist das so festgelegt und hat Hollywood damals gut recherchiert oder haben wir einfach alle denselben Film gesehen? Stilblüten des kommentierenden Monsignore bei der Prozession: „oberster Papst“ und „Pfarrer von Rom“.

Die Heilige Messe war dann doch keine Votivmesse, dafür hat uns der Herr Weihbischof em. mit der Bemerkung, er hoffe, der neue Papst würde nicht am Donnerstag gewählt, da müsse er in ein Konzert, nachher einen heiteren Moment verschafft. Schön fand ich, daß wir, als die Kardinäle das Konklave begonnen hatten, in der Kirche den schönen Antwortpsalm sangen:
Die Wasser des Stromes erquicken die Gottesstadt,
des Höchsten heilige Wohnung.
Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken;
Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht. (Ps. 46, 5-6)

1 Kommentar:

sophophilo hat gesagt…

Hier ist beschrieben, wie die Technik des Rauchs beschaffen ist... ausgefeilt!

http://www.news.va/en/news/how-the-white-and-black-fumate-are-produced

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