Freitag, 29. März 2013

Den leidenden Menschen zog er wie ein Kleid an – Karfreitag

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr - zur Ehre Gottes, des Vaters. (Phil. 2, 6-11)
Wie kaum etwas anderes fassen die Worte des Apostels das Wunderbare dessen, was Gott uns getan hat, zusammen: Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein.

Wir singen diese Worte oft als Canticum im Stundengebet, so daß man sie als Beter ganz verinnerlicht hat. Er hielt nicht daran fest, wie Gott zu sein, dies deutet die Möglichkeit an, daß es auch hätte anders sein können, Gott hätte daran festhalten können, ganz Gott zu sein. Daß er es aber nicht getan hat, daß er vom Himmel auf die Erde kam, wegen des leidenden Menschen, den leidenden Menschen anzog wie ein Kleid, wie der hl. Meliton von Sardes sagt, das es wegen mir und für mich getan hat, dafür gibt es nicht genug Worte des Lobes und des Dankes. Durch einen Leib, der dem Leiden ausgesetzt war, nahm er die Leiden des leidenden Menschen auf sich und vernichtete die Leiden des Fleisches.

Weiter hinab als auf die Erde und in die Unterwelt hätte er dem Menschen nicht entgegengehen und -kommen können, als ihnen gleich zu werden, im Leiden, in der Gefangenschaft, in Angst und Schwäche, als unschuldig Verurteilter und im Tode. Herr Jesus Christus, für dein bitteres Leiden und Sterben, für alle deine Liebe sei dir Lob und Dank in alle Ewigkeit!

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