Montag, 11. Februar 2013

Vergelt's Gott, lieber Heiliger Vater!

Trotzdem wir um die schlechte Gesundheit des Heiligen Vaters wußten und für ihn gebetet haben, kam die Nachricht nun doch unerwartet. Betet für den Heiligen Vater und die Kirche!

Ich bin bestürzt und traurig, ich mochte Benedikt XVI. als Papst so gern. Ein wirklich guter Mensch und Papst. Was wird kommen, wenn am 28. Februar abends um acht, zur Zeit der Komplet, das geschlossene Schirmchen erscheint, das bildliche Symbol für die Sedisvakanz, das für uns bedeutet, daß der Stuhl des hl. Petrus leersteht? Was es auch sei, wir dürfen mit Vertrauen in die Zukunft blicken.

In seiner Ansprache zur Bekanntgabe des Rücktritts spricht der Heilige Vater in seiner bescheidenen und gewinnenden Art vom „Schifflein Petri“:
Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Köpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, daß ich mein Unvermögen erkennen muß, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.
In der Tat habe ich auch gestern, als es im Tagesevangelium vom wunderbaren Fischfang hieß, daß Jesus sich auf ein Boot auf dem See Genezareth hinausfahren ließ, an das Schiff der Kirche gedacht. Jesus lehrt die Jünger, er lehrt auch den Petrus selbst, der ob des Gefühls seiner eigenen Unwürdigkeit vor Jesus zurückschreckt. Auf das Wort des Herrn hin wagt Petrus es und das Wunderbare gelingt, ist der erste Schritt in das Wirken der Kirche: Menschen für Christus zu gewinnen. Die Anfüllung dieser Schiffe aber wächst bis zum Ende der Welt, schreibt Beda venerabilis. Wie wahr.

Auf dein Wort hin, damit beginnt jede Berufung, auf sein Wort hin oder im Vertrauen darauf kann einer auch zu der Ansicht kommen, daß er der Kirche fortan besser durch das Gebet und das Apostolat der Schrift diene und das schwere Amt, das Schiff selbst zu steuern, einfach zuviel ist.

Der heilige Vater dankt von ganzem Herzen für alle Liebe und Arbeit und bittet um Vergebung, wo er etwa gefehlt hat. Eigentlich aber sollten wir ihm danken, für alle Liebe und Arbeit, die er uns erwiesen und die er geleistet hat. Das Pontifikat, einmal als „Übergangspontifikat“ bezeichnet, hat fast volle acht Jahre gedauert. Wir dürfen froh und dankbar sein, daß wir diesen guten Steuermann des Schiffes Petri immerhin so lange haben durften. Von Herzen vergelts Gott, lieber Papst Benedikt, für alles, was du der Kirche, diesem Schiff des hl. Petrus, an Gutem getan hast.

Kommentare:

Gabriele hat gesagt…

Ich bin so traurig, ich könnte weinen. Das wird eine besondere Fastenzeit und ein langer vorausgenommener Karsamstag, während dessen man die vielen eindringlichen Worte des hl. Vaters zum Karsamstag, dem in letzter Zeit so vernachlässigten Tages des Triduums betend reflektieren kann und muss.

Braut des Lammes hat gesagt…

Da hast du recht Gabriele (ich hab geweint).

taia hat gesagt…

Nicht traurig sein! Der Hl. Vater wird nun bis zu seinem Lebensende das Beste fuer die Kirche tun: beten. Als Beter wird er endlich "im Herzen der Kirche" ganz "Liebe sein" koennen, wie es seinem zutiefst kontemplativen Wesen entspricht. Das ist das schoenste Geschenk, das er uns und seinem Nachfolger machen kann.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, das ist mir auch ein sehr tröstlicher Gedanke. Trotzdem bin ich natürlich traurig, ihn als Heiligen Vater zu verlieren.

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