Sonntag, 24. Februar 2013

Treppauf, treppab

Dieses Bild kam mir heute in den Sinn – es sind die liturgischen Dienste am hiesigen Hause bei der Heiligen Messe ;}.

Ab sofort stehen bei dieser nämlich in der Oberkirche die beiden Kredenzen rechts und links nicht mehr auf der Altarinsel, sondern dahinter. Mir ist zwar schleierhaft, wieso die zwei kleinen Tischchen mit den Vasa sacra und dem Meßbuch drauf jemandem ein Dorn im Fleische sein können, aber offensichtlich sind sie es nun einmal, also sind die Kredenzen unten. Da nun die Dienste aber oben sind, treppen wir hinauf und hinab. Macht nichts, wir sind ja fit. Optisch ruhiger wird die Heilige Messe, sollte mich jemand drum fragen, dadurch allerdings nicht – irgendeiner muß eigentlich immer grade los oder kommt zurück. Auch der Zelebrant schien sich auf die kleine Verzögerung beim Lavabo noch nicht eingestellt zu haben (der Altardiener muß erst einmal treppab, um das Lavabo zu holen, und wieder treppauf zum Altar). Hat man Weihrauch, ist das kein Problem; in diesen Abendmessen haben wir ihn allerdings nicht, und mit wehendem Talar und Chorhemd zum Altar zu rennen, fällt mir gar nicht ein.

Warum man sich unter diesen Umständen allerdings nicht entschließt, die Gefäße am Altar purifizieren zu lassen, sondern stattdessen auch ältere und gebrechliche Zelebranten rechts hinunter zur Kredenz hinab- und links zum Priestersitz wieder hinaufsteigen läßt, wer weiß? Früher hätt ich gedacht, das geht solange gut, bis dem Kardinal der Kragen platzt. Darauf kann man sich heutzutage allerdings nicht mehr verlassen. Merke: bei vielen Köchen wird der Brei, äh …besonders kompliziert.

Kommentare:

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Nun ja, längere Wege können, legt man sie gemessen und in Ruhe zurück, durchaus eine nette Möglichkeit darstellen, die manchmal etwas sehr rasche Gabenbereitung des O-Ritus ein wenig zu strecken ... ;-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Ich geh gern mal ein Stück, das ist es gar nicht, im Gegenteil, mich hat nur dieses wechselseitige "Ich muß weg!" andachtsmäßig etwas abgezogen.

Psallite Deo hat gesagt…

Ich finde zwar nicht, daß man die Gabenbereitung unnötig künstlich in die Länge ziehen sollte - aber längere Wege haben den Vorteil, daß man auch ohne Hektik mal mehrere Strophen spielen kann - bei manchen Liedern wie 580 oder 581 oder auch 221, wo z.B. der Text des Evangeliums nacherzählt wird, kann man ja schlecht mittendrin aufhören...

Zum Thema Umräumen oder was wen optisch stören könnte, ist bei uns folgendes passiert: Die Werktagskapelle sollte entrümpelt werden, abgestellte Pflanzen und Kerzen weggeräumt werden etc., und dabei verschwand auch die Stecktafel für die Liednummern, ab sofort muß ich die Lieder ansagen, was viel mehr die Andacht stört als eine nicht sooo schöne Nummerntafel, denn die alten Leute hören schlecht, tuscheln dann "Was hat sie gesagt?" - und ganz generell finde technische Ansagen in der Liturgie sowieso eher weniger andachtsfördernd....

Eugenie Roth hat gesagt…

Die Gaben kommen vom VOLK, das soll (un!)sinnigerweise damit ausgedrückt werden. Und liturgisch richtig ist auch, die Gefäße am Altar zu purifizieren ...
Die Konkurrenz schläft nicht!!!

Braut des Lammes hat gesagt…

In der Tat bevorzugen die Rubriken als Ort der Purifikation, wenn möglich, den Kredenztisch, was nicht heißt (daher die Einfügung), daß es nicht auch am Altar möglich wäre oder aber der Kredenztisch sollte dann vielleicht nicht JWD stehen.
Was du mit der Konkurrenz gemeint hast, hab ich nicht verstanden.

Braut des Lammes hat gesagt…

@Psallite: Stimmt, das ist blöd. Weist die Tafel aber aber nichtexistente Strophen an und der Kantor korrigiert, sorgt es immerhin für Heiterkeit beim Volke Gottes.

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