Sonntag, 10. Februar 2013

Schokolade vale!

Am Aschermittwoch ist nicht alles vorbei, sondern es geht erst richtig los: die Fastenzeit beginnt immerhin mit der Lesung des Apostels über die Zeit der Gnade, die nun da ist. In diesem Sinne wünsche ich allen eine gesegnete solche.

Morgen und übermorgen verabschiede ich mich nochmal vom Halleluja. „Carne vale“ – Fleisch, lebe wohl! – hieße bei mir auch besser „Schokolade vale“, btw. Daß eine simple Zartbitterpraline eine heftige Versuchung darstellen kann, erinnert mich jedenfalls an meine menschliche Schwäche. (Peinlich ist es mir hingegen nicht, es hat halt eben jeder seins.)

Für Ostern kann man sich immer noch die Auferstehungsschokolade besorgen und zurücklegen (obs die wohl auch in Zartbitter gibt?). Aus der Reihe Scenes of a catholic life: solche Dinge bewahre ich, getreu dem Motto …und führe mich nicht in Versuchung, wenn überhaupt, dann nicht in der Wohnung, sondern allenfalls im Kohlenkeller auf. Erfahrungsgemäß habe ich in der Versuchung keine Lust, den Kohlenkeller aufzusuchen, um ihr zu erliegen.


Kommentare:

Gabriele hat gesagt…

...aber Sonntag geht doch ..

Braut des Lammes hat gesagt…

Ich weiß schon, für mich wirkt das aber eher verschärfend. Dann lieber das Opfer für die ganze Fastenzeit bringen.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Im Zweifelsfall wäre die auch im Keller vor mir nicht sicher.

Vielleicht sollte man ja Vorsätze präferieren, von denen man halbwegs sicher sein kann, daß man Sie einhält. Etwa ...

... nicht den Sambuca trinken, der seit zwei Jahren angeöffnet im Schrank steht.

... sich nicht das zweite Päckchen Seltsam-Pudding anrühren, von dem schon das erste Päckchen seltsam geschmeckt hat.

... die seit zwei Monaten abgelaufene Vanille-Milch im Kühlschrank weiterhin ignorieren.

... eine Dose "Gourmet Schweine-Gulasch" von Lidl kaufen und heroisch aufess ... äh drauf verzichten.

... oder sonst sowas halt ... ;-)

Huppicke hat gesagt…

So geht es mir auch. Schokolade. Und überhaupt keine Ausnahmen.

Josef Bordat hat gesagt…

Alkohol-vale! Auch ohne Ausnahme.

JoBo

Braut des Lammes hat gesagt…

Ein Kohlenkeller ist von einem normalen Keller nochmal zu unterscheiden, auch wenn keine Kohlen mehr drin sind. Meiner ist ein Gewölbe, durch den heutzutage Rohre verlaufen, ein Eldorado der Spinnen, weshalb man unfehlbar mit Spinngeweben in den Haaren wieder daraus hervorgeht. Will sagen, bis ich soweit bin, hab ich mir das nochmal überlegt. ;)

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