Sonntag, 3. Februar 2013

Sakramentale des Tages: der Blasiussegen

Neulich wurde ich gefragt, warum beim Blasiussegen zwei Kerzen eigentlich auf diese Weise miteinander verbunden sind. Die Antwort liegt sicherlich darin, daß die Kerzen in Form eines Kreuzes miteinander verbunden sind, dem Zeichen, von dem unser Heil kommt und von dem wir auch Heil empfangen. (Daß es ein Andreaskreuz und kein lateinisches geworden ist, ist sicherlich der Art der Spendung geschuldet. Kerzen sind es, weil der Überlieferung zufolge eine Frau, der der Heilige beigestanden hatte, diesem heimlich Brot und Kerzen in den Kerker brachte). Aus beiden Segensgebeten geht unmittelbar hervor, daß der Heilige um seine Fürsprache bei Gott angerufen wird.

Der Heilige ist auch Schutzpatron der wilden Tiere und der Tierärzte. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, daß er verletzte Tiere in der Umgebung der Höhle, in der er sich als Einsiedler verbarg, wieder gesundpflegte und sich gefahrlos unter ihnen bewegen konnte.

Das Sakramentale des Blasiussegens scheint nicht überall verbreitet, im letzten Jahr hat sich jedenfalls ein Pole bei mir nach der Spendung des Segens erkundigt und angekündigt, dieses Jahr bestimmt wiederzukommen. Ich mag den Blasiussegen gern und mir hilft er auch[1], jedenfalls hatte ich seit langem keine schlimme Halsentzündung oder Angina mehr. Anderen scheint es genauso zu gehen, der Andrang zu den Segensspendungen war auch in diesem Jahr wieder sehr groß. Das nach dem Segen aufgenommene Bild zeigt, warum dieser merkwürdig aussehende Halter mit Griff doch zu etwas nutze sein kann.

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[1] In diesem Jahr war ich beim Empfang des Segens allerdings kurz etwas abgelenkt, denn der Priester hub an mit „Der Gott schenke dir…“ und ich dachte unwillkürlich „Ach du liebes bißchen!“). Nun ja, Gott kennt die Herzen der Menschen…

Kommentare:

Huppicke hat gesagt…

Meine Mutter hat mich schon als Baby vor die Kerzen gehalten, vermute ich. Ich hab jedes Jahr den Blasius-Segen bekommen, da wurde alles stehen und liegen gelassen. ;-)

Nun ist es so, dass ich, wenn ich denn krank werde, immer Halsschmerzen, Heiserkeit und schweres Atmen habe - ich will aber trotzdem nicht behaupten, dass der Segen nicht wirkt, denn ich bin im Vergleich zu anderen wirklich wenig krank.

Ich wusste nicht, dass Blasius auch Patron der wilden Tiere ist. Nun weiß ich wen ich anrufen kann, wenn meine altersdemente Katze stundenlang rummiaut (nur aus Geckheit, sie hat keine Not). Vielleicht kann der Hl. Blasius mir dann die Nerven stärken. Seufz.

Ich finde das Bild von ihm sehr schön.

Liebe Grüße,
Huppicke

Braut des Lammes hat gesagt…

Explizit für miauende Katzen wäre wohl auch die hl. Gertrud (von Nivelles) zuständig, die ist Schutzpatronin der Katzen und Mäuse.

Ich bin mit dem Segen leider nicht groß geworden, mein "erstes Mal" war auch etwas seltsam (Braut des Lammes: Auf die Fürsprache des hl. Blasius… – der hl. Märtyrer Blasius und der Blasiussegen). Heutzutage wird, glaub ich, mehr erklärt, allerdings war das auch nicht in der Diaspora, sondern in einer katholischen Gegend.

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