Mittwoch, 13. Februar 2013

Nach dem Empfang des Aschenkreuzes


Mit dem Empfang des Aschenkreuzes beginnt für uns Katholiken die Fastenzeit. Ich liebe den Ritus der Aschenweihe und Spendung des Aschenkreuzes:
Bedenke, Mensch, daß du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.

Auch auf der Straße draußen sind Katholiken nach der Liturgie leicht zu erkennen und so ist das Aschenkreuz in mehr als einer Hinsicht zeichenhaft. In der Tat haben sich eigentlich noch jedes Jahr kurze Begegnungen daraus ergeben, und sei es, daß sich beim Kauf eines Brotes an den echt Berliner Hinweis der Verkäuferin (sie sind hilfsbereit, diese Berliner), „Sie haben sich da wo schwarz gemacht!“, ein nettes Gespräch über die Herkunft des Wortes Aschermittwoch anschloß.

In diesem Jahr stieg einer der allgegenwärtigen Verkäufer einer Obdachlosenzeitung in der U-Bahn zu und fragte höchst interessiert, was das mit der Asche bedeute. (Auf so etwas kann man freiich nicht gut mit „das Zeichen auf der Stirn der Mittelmäßigen“ antworten, wiewohl das ein wirklich guter Gedanke ist). Und wie lange dauert die Fastenzeit? An der Antwort war er so interessiert, daß er das Verkaufen erstmal einstellte und zog schließlich mit den Worten von dannen, dann zeichne er sich heute auch noch ein Kreuz auf die Stirn und versuche, ein Fastenopfer zu bringen. Voilà. Vielleicht kommt er ja eines Tages auch in die Kirche, um sich dort ein Kreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen.

Wer etwas im Zeichen und im Geist des Kreuzes beginnt, dem wird es nicht fehlgehen. Die Fastenzeit ist ein Weg, der uns immer näher zum Kreuz Christi hinführt, das am Ende dieses Weges, am Karfreitag steht: Ecce lignum crucis, seht das Holz des Kreuzes. Allen Lesern des Blogs wünsche ich eine gesegnete Fastenzeit.

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