Freitag, 1. Februar 2013

Lumen Christi

Die Herrlichkeit des Herrn kam in den Tempel und das Haus Gottes wurde erfüllt von Herrlichkeit. (Responsorium der zweiten Lesung der Matutin zum Fest)


Etwas von dem Glanz des Festes der Darstellung des Herrn fällt auf den Abend eines jeden Tages: Nun läßt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden… Für Simeon ist dies der Lobgesang am Ende seines langen Lebens − er steht für all jene, die Generationen hindurch sehnsüchtig auf das Kommen des Erlösers gewartet haben. Uns bedeutet es in der Komplet des Tages den Blick auf den der unser Leben trägt und hält. Im Vertrauen auf dieses Licht und seine Kraft können wir uns angesichts der Nacht in Frieden niederlegen.

Die Lichterprozession an Mariä Lichtmeß ist Sinnbild unseres Lebens, und auch das der pilgernden Kirche, die das Licht des Glaubens durch die Zeit trägt. Christus ist unser Licht. Das unserer Tage und unseres ganzen Lebens.

Wir wollen dem Herrn alle entgegengehen, wir alle, die sein Geheimnis verehren; mit willigem Herzen laßt uns alle gehen! Keiner schließe sich von der Begegnung aus, niemand bleibe dem Tragen des Lichtes fern!

Wir entzünden den Glanz der Kerzen, um das göttliche Licht der Ankunft dessen anzuzeigen, von dem alles leuchtet, durch den die böse Finsternis verjagt und alles von der Fülle ewigen Lichtes hell wird. Wir tun es auch, um sichtbar zu machen, mit welchem Glanz der Seele wir Christus entgegeneilen müssen. Wie die jungfräuliche Gottesmutter unbefleckt das wahre Licht auf den Armen trug und bei denen war, die in Finsternis und im Dunkel des Todes saßen, so wollen auch wir, von seinen Strahlen erleuchtet, in den Händen das Licht, das allen erscheint, dem entgegeneilen, der wahrhaft das Licht ist.

Das Licht kam in die Welt und erhellte sie, die von Finsternis umfangen war. Das strahlende Licht aus der Höhe kam zu uns und leuchtet denen, die in Finsternis und im Dunkel des Todes saßen. Das ist unser Mysterium, und darum schreiten wir mit Lampen einher, darum sind wir mit Lichtern herbeigeeilt, um zu zeigen, daß uns das Licht aufgeleuchtet ist, um anzudeuten, welcher Glanz von ihm auf uns übergehen wird. (aus einer Predigt des hl. Sophronius von Jerusalem zur zweiten Lesung der Matutin)

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...