Montag, 4. Februar 2013

Dinge, die man wirklich nur morgen essen kann… (2)


Liebe Leser, zum Thema Dinge, die man wirklich nur morgen essen kann, hier ein ganz einfaches Rezept für Minni di vergine – das ist die italienische Version eines Agathabrots –, das sicherlich zu einem fröhlichen Heiligenfest beiträgt.

Auf Silizilien, woher die Heilige stammt und wo sie wegen der wunderbaren Errettung der Stadt Catania vor der Lava des Ätna besonders verehrt wird, werden Minni di vergine oder ähnliches Backwerk an jeder Ecke verkauft, oft noch mit Pistazien oder Marzipan drin. Dieses Rezept ist nicht ganz so zuckersüß (reicht für acht Minni).

Minni di vergine

1 Pfd. Ricotta
2 Tassen Zucker
1 Teelöffel Vanilleextrakt
1 Eßlöffel geriebene Zartbitterschokolade (oder dunkle Schokoladenstreusel)

5 Eier, getrennt
1 1/2 Tassen Zucker
1 1/4 Tassen Mehl
1 Teelöffel Vanilleextrakt
2 Teelöffel Zitronenschale
4 oder mehr Maraschinokirschen (ergibt je nach Schneidekunst 8 Hälften)


Den Ricotta mit einem Mixer cremig schlagen. Zucker und den Vanilleextrakt hinzugeben, anschließend mit der Schokolade vermischen. Mindestens zwei Stunden kühl stellen. Den Backofen auf ca. 190 Grad vorheizen. Entweder eine große Backform oder zwei kleinere einfettten.

Mit dem Mixer das Eigelb und den Zucker zwei bis drei Minuten schlagen, bis sich die Masse dicklich und hellgelb erscheint. Nach und nach das Mehl zugeben, dabei darauf achten, daß es sich in der Masse gleichmäßig verteilt, anschließend Vanilleextrakt und Zitronenschale zugeben.

Das Eiweiß in einer einer Schüssel steifschlagen und unter den Kuchenteig heben. Diesen in die Backform(en) füllen, 40 Minuten backen und dann abkühlen lasen. Wenn das Backwerk ganz ausgekühlt ist, mit einem Saftglas oder einer runden Ausstechform acht runde Formen ausstechen. Jede dieser runden Formen mit einer großzügigen Menge der Ricotta-Eiercreme und einer halben Marachinokirsche bedecken. Guten Appetit!

Kommentare:

Admiral hat gesagt…

Du solltest ein Kochbuch herausgeben: "In der Küche durch's Kirchenjahr".

Braut des Lammes hat gesagt…

Irgendwie ist mir dazu die Antwort durchgewitscht: es gibt Cooking with the Saints.

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