Freitag, 8. Februar 2013

Den wahren Herrn finden – zum Fest der hl. Josephine Bakhita

Gott, du hast die selige Josephine aus der Sklaverei befreit und ihr die Würde verliehen, deine Tochter und die Braut Christi zu sein, so heißt es im Tagesgebet zum Fest der hl. Josephine Bakhita. – Insgesamt fünfmal wurde Bakhita in der Sklaverei von einem an den anderen Besitzer verkauft oder verschenkt, bis sie schließlich zu der Familie in Verona kam, für die sie als Kindermädchen arbeitete.

Blickt man auf ihr Schicksal als Sklavin, erscheint ihr Name Bakhita (die Glückliche), den ihr die Sklavenhändler gegeben hatten, fast wie eine Verhöhnung. Der Name, den die Eltern ihrem Kind gegeben hatten, ist unbekannt, wie ihr Geburtsdatum, sie selbst konnte sich nicht daran erinnern. In der Taufe wurde sie Josephine Margaret Fortunata genannt. Durch die Taufe war sie wahrhaft fortunata, glücklich, zu nennen, denn Jesus Christus zu erkennen und zu suchen hat für diese Heilige alles verändert.

Jesus Christus war der erste und einzige, den Josephine, wie sie in der Taufe genannt wurde, aus freiem Willen als Herrn annahm, weil er sie zuerst geliebt hatte und weil er gelitten hatte wie sie und auch um ihretwillen. In der Taufe verlieh er ihr die Würde, seine Tochter zu sein, die Erwiderung dieser Liebe erhob sie zur Würde einer Braut Christi. Daß sie ihren Peinigern verzeihen und sogar dankbar sein konnte, weil sie das ihre dazu getan hatten, sie in das Kloster zu bringen, in dem sie Gott über fünfzig Jahre diente, brachte sie der Heiligkeit nahe.

Der unverwesliche Leib der Heiligen
Siebenundvierzig Jahre ihres Lebens im Orden diente sie als Pförtnerin des Klosters der Canossianerinnen. Nach ihrem Tode am 8. Februar 1947 zogen an ihrem aufgebahrten Leichnam Tausende vorbei, um ihr die letzte Ehre zu erweisen. In der Predigt zu ihrer Heiligsprechung nannte der sel. Johannes Paul II. Sr. Josephine eine lichtreiche Anwältin wahrer Emanzipation. Der Leib der Heiligen gehört zu denen, die wundersamerweise nicht verwesen. Heilige Josephine Bakhita, bitte für uns!

Kommentare:

Elsa hat gesagt…

Wo liegt sie? In Verona?

Braut des Lammes hat gesagt…

Im Dom von Schio in Venetien.

Elsa hat gesagt…

Danke! Notiert! ;-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Fein! Ich bin gespannt! :)

Anonym hat gesagt…

Das ist eine wundervolle Geschichte :) Ich glaube ich muss mal ein wenig über sie recherchieren.

Gruß
Alexis

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