Sonntag, 17. Februar 2013

Das Gebet überwindet die Nacht der Gefangenschaft und bringt ins Freie

Am Dienstagabend hat der Herr Weihbischof em. Weider die Heilige Messe als Votivmesse für Papst Benedikt XVI. gefeiert. Man kann sich kaum einen innigeren Gottesdienst vorstellen. In seiner Predigt führte der Herr Weihbischof den Gedanken aus, daß der Heilige Vater das Fest unserer lieben Frau von Lourdes, den Welttag der Kranken, als Tag für die Bekanntgabe seines Verzichtes auf das Amt des Petrus gewählt hat.
Daran schlossen sich auch sehr schöne Fürbitten an:

Jesus Christus, Herr und Hirt der Kirche, du hast Petrus und seine Nachfolger eingesetzt als Fels der Wahrheit und Hort der Einheit. Wir rufen dich an für unseren Heiligen Vater:

Daß du unseren Heiligen Vater, Papst Benedikt, durch deine Macht beschützen und in deiner Liebe leiten wollest.
Daß du ihn in schweren Entscheidungen mit deinem Licht erleuchten wollest.
Daß du seine Arbeit segnen und ihn erhören wollest.
Daß du ihn in Sorgen und Enttäuschungen mit deiner Kraft stärken wollest.
Daß du ihm Gesundheit und langes Leben schenken wollest.
Daß du ihn dereinst mit der ihm anvertrauten Herde zur ewigen Seligkeit führen wollest.


Denn du, o Herr, wirst deinen Stellvertreter auf Erden nicht verlassen. Durch dich preisen wir den Vater in der Einheit des Heiligen Geistes in alle Ewigkeit.
Am Tag darauf sprach Papst Benedikt in der Generalaudienz von der Kraft des Gebets, die er spüren konnte: „Ich habe in diesen Tagen, die für mich nicht leicht waren, gleichsam körperlich die Kraft des Gebets gespürt und daß die Liebe der Kirche und Euer Gebet mich trägt.“

Schon im letzten Mai, hat er in rührender Schlichtheit seiner Dankbarkeit für das Gebet der Gläubigen Ausdruck gegeben. Der Heilige Vater bezog sich dabei auf den schlafenden Petrus im Kerker: Der Apostel fühlte sich in der Gewißheit geborgen, nicht allein zu sein. Das Gebet überwindet die Nacht der Gefangenschaft und bringt ins Freie. „Ich weiß, daß auch ich in meinen Dienst immer vom Gebet der Kirche, von eurem Gebet, getragen bin, und dafür danke ich von Herzen.“

Ich glaube, das wird weiterhin so sein: wir werden für Benedikt XVI. beten und er wird für uns beten. In dieser Beziehung ändert sich nichts.

PS: Es klingt jetzt wahrscheinlich total blöd, aber beim Anblick der Bilder des Heiligen Vaters werde ich in diesen Tagen völlig melancholisch, er ist auch vom Stil her so ein „ästhetischer Papst“. Ich weiß kaum, welches von all den schönen Bildern mir das liebste ist. Auch das wird mir fehlen.

Kommentare:

Simplicius hat gesagt…

Ich denke, es klingt keineswegs blöd. Sehr vieles wird fehlen...danke für diesen Beitrag.

jeannedarc hat gesagt…

Mir geht's genauso!! Ich könnte immer fast weinen, wenn ich den Hl. Vater sehe.
Mir tut das alles so leid!!
Ich habe das Gefühl, als ob das ein böser Traum wäre, aus dem ich nur aufwachen müsste und alles wäre nicht wahr. Aber leider ist es so.

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