Freitag, 25. Januar 2013

…er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet – Bekehrung des hl. Apostels Paulus

Als ich nun unterwegs war und mich Damaskus näherte, da geschah es, dass mich um die Mittagszeit plötzlich vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte. Ich stürzte zu Boden und hörte eine Stimme zu mir sagen: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Ich antwortete: Wer bist du, Herr? Er sagte zu mir: Ich bin Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst. Meine Begleiter sahen zwar das Licht, die Stimme dessen aber, der zu mir sprach, hörten sie nicht. Ich sagte: Herr, was soll ich tun? (Apg 22, 6-10)

Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi. (2 Kor 4,6)
Was soll ich tun, Herr? Eine interessante Antwort, eigentlich, auf die Frage, Warum verfolgst du mich? Dieser Moment irgendwo auf dem Weg nach Damaskus ändert für Paulus alles. An diesem Punkt wird der Verfolger der Christen zum Apostel dessen, den er verfolgt. Zum Apostel der Kirche, die alle einlädt, Juden und Griechen, Männer und Frauen, alle Völker der Erde. Dem bei der Steinigung des Stephanus die Kleider des Märtyrers zu Füßen gelegt wurden, und der gerade unterwegs war, um Christen in Damaskus zu verfolgen, wird selbst zum Verfolgten, Gefangenen, Schiffbrüchigen und schließlich zum Märtyrer um Christi willen.

Dem Apostel, der ihrer wohl selbst dringend bedurft hat, wird der Dienst der Sakramente der Kirche anvertraut. Obwohl das Alte für Paulus niemals abgetan ist – ihr wißt selbst, wie maßlos ich die Kirche Gottes verfolgte – ist ab diesem Punkt alles anders, auch dies erkennt Paulus klar: durch die Gnade Gottes bin ich, was ich bin. Gott greift in das Leben der Menschen ein und: die Begegnung mit Gott hat die Kraft, ein Leben ganz und gar zu verändern, denn das Licht, das aus der Finsternis aufgeleuchtet ist, Christus, hat die Kraft, ein menschliches Herz, ein ganzes Leben zu erleuchten. Man verliert damit nicht seine Vergangenheit, gewinnt aber die Möglichkeit, es auch aus größter Schuld heraus immer wieder neu zu versuchen.

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