Donnerstag, 20. Dezember 2012

O Schlüssel Davids


O Schlüssel Davids,
und Zepter des Hauses Israel –
Du öffnest, und niemand kann schließen.
Du schließest, und keine Macht vermag wieder zu öffnen:
o komm und öffne den Kerker der Finsternis und die Fessel des Todes!

So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen, den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht! (Jes. 49, 8-9)

Bei den Worten des Propheten über die Gefangenen und die, die in der Finsternis sind, muß ich auch an den Abstieg Christi in die Unterwelt denken. Manche dieser Darstellungen, vor allem die der Ostkirche, zeigen zu Christi Füßen den gefesselten Adam, der in den Ketten der Erbsünde liegt, oft (manchmal neben einer Vielzahl anderer spiralförmiger oder dietrich-artiger Gegenstände) auch ein Schloß und einen Schlüssel, der dazu paßt.

Ich lege ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter – ein seltsamer Platz eigentlich, zumindest aus unserer Sicht, für einen Schlüssel. Auf die Schulter gelegt wurde ihm an einem Rüsttag auch das, was er dann zur Schädelhöhe getragen hat, das Kreuz. Der Schlüssel für die Ketten derer, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, hat die Form des Kreuzes Christi, ist Christus selbst.

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