Samstag, 22. Dezember 2012

O König aller Völker


O König aller Völker,
ihre Erwartung und Sehnsucht;
Schlußstein, der den Bau zusammenhält:
o komm und errette den Menschen, den du aus Erde gebildet!

Mein Herr und mein Gott, mein König und mein Bräutigam – (m)ein innerlicher Ausruf bei der kurzen Begegnung mit dem sakramentalen Christus, wenn der Priester den Leib und das Blut Christi in der Messe erhebt. Wie schön und angemessen, dabei an den Stufen des Altars knien zu können. Die Kniebeuge der Hirten und der Sterndeuter vor dem neugeborenen König in der Krippe ist der erste Anklang des hymnischen Bekenntnisses des Apostels, daß Christus Jesus Gott gleich ist. Gott hat diesen Christus über alle erhöht – am Kreuz –, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Daß zur Krippe auch die Sterndeuter von weit her kommen (die Ikonographie hat ihnen die Hautfarben der damals bekannten Kontinente gegeben), um dem neugeboren König zu huldigen, ist Zeichen dafür, daß hier wirklich weder Jude noch Grieche ist, noch Mann oder Frau, die Berufung dieses Königs ergeht auch an die in der Ferne, an die Heiden – uns. So ist das Kommen dieses Königs wirklich Erfüllung der Erwartung und Sehnsucht aller Völker und der Bau, dessen Schlußstein Christus selbst ist, ist der Bau seiner heiligen Kirche.

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