Samstag, 8. Dezember 2012

Mariä Empfängnis

Ein Bildchen zum Fest Mariä Empfängnis – die lateinischen Zitate stammen aus dem alten Testament und beziehen sich auf die Erscheinung Gottes im Dornbusch und das Wunder des Aaronsstabs, der auf Gottes Geheiß grüne Blätter trug. Die Eckbildchen in den sternförmigen Rahmen sind Anrufungen der Gottesmutter: verschlossener Garten, versiegelter Quell (nach Hld 4,2: Ein verschlossener Garten ist meine Schwester Braut, ein verschlossener Garten, ein versiegelter Quell), Turm Davids, elfenbeinerner Turm.

Das Andachtsbildchen verbindet Anrufungen und Attribute großer Zartheit, wie den verschlossenen Garten und den versiegelten Quell – beide verweisen auf Jungfräulichkeit und Reinheit –, mit solchen solchen großer Kraft und Schönheit, wie den beiden Türmen.

Eigentlich ist es höchst angemessen, daß das Fest der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter in den Advent des Herrn fällt: die Empfängnis der Jungfrau Maria bereitet den Weg zur Menschwerdung Jesu Christi. So bringen der brennende Dornbusch, der brennt und doch nicht verbrennt, der verschlossene Garten und der Quell, der ihn durchfließt, letztlich das kostbare Reis hervor, den Sproß aus Isais Wurzel.

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