Montag, 24. Dezember 2012

Heute sollt ihr wissen, daß der Herr kommt − Abschied vom Violett des Advents

Ein Stück Abschied von der wunderschönen Liturgie der Adventszeit war für mich schon gestern abend, als wir in der Abendmesse ein letztes Mal den Hymnus Komm, du Heiland aller Welt gesungen haben. Auf Wiedersehen in einem Jahr!

Da der Organist den Hymnus schon anstimmte, als wir noch bei der Purifikation waren und der Zelebrant und ich beide mitsingen wollten, haben wir uns auch prompt beide im Text der ersten Strophe und den „Heiden“ verheddert. (Pardon, ich hab diesen Hymnus auch lange nach meiner Konversion wegen Bach noch in der lutherischen Fassung gesungen, wo man man ihn wohl wegen seiner poetischen Sprache gelassen hat wie er ist.)
Nun komm, der Heiden Heiland,
der Jungfrauen Kind erkannt,
des sich wundert alle Welt,
Gott solch Geburt ihm bestellt.
in der neueren Übertragung:
Komm, du Heiland aller Welt;
Sohn der Jungfrau, mach dich kund.
Darob staune, was da lebt:
Also will Gott werden Mensch.
Beide Fassungen bringen mit ihrer Übertragung von Redemptor gentium den tiefen Glauben daran zum Ausdruck, daß dieser Heiland für alle Menschen gekommen ist, die reinen Herzens nach ihm suchen und ihm vertrauen.
 
Das Invitatorium am 24. Dezember: Heute sollt ihr wissen, daß der Herr kommt. Im Blogheader sind daher schon die Sterndeuter auf dem Weg. Nachher mache ich mich auf und suche vor der Christmette noch ein wenig die Stille. Allen Lesern, ja allen Menschen guten Willens, wünsche ich eine gesegnete und friedliche Christnacht.

Kommentare:

Lauda Sion hat gesagt…

Oh ja, vorher eine Zeit der Stille ist ein guter Rat, werde ich mir zu eigen machen.
Dir auch eine friedliche und gesegnete Zeit!

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Danke! Dir auch - daß bald das schöne Morgenlicht uns anbreche und der Himmel tage: Gesegnete Weihnachten!

sacerdos viennensis hat gesagt…

Ich wünsche auch eine gesegnete Weihnacht. Ich freue mich schon, dass ab jetzt jeder Tag Weihnachten ist.

jeannedarc hat gesagt…

Liebe Braut des Lammes,

ich wünsche Dir ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!!
Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken für das Zeugnis, dass Du mit diesem Blog gibst!! Vieles konnte ich hier lernen und mit der Art und Weise wie Du Deine Berufung lebst bist Du mir ein Vorbild!!

L.G.

Psallite Deo hat gesagt…

Ich finde die lutherische Fassung auch gar nicht verkehrt. Eben wegen der vielen Vertonungen wie in Bachs Kantaten etc. ist sie mir fast die geläufigere. Im Aachener Anhang gibt es noch eine andere (gereimte) Version:

Komm, der Völker Heiland du,
Sohn der Jungfrau, eil herzu,
daß vor solcher Herrlichkeit
staune Erd und Himmel weit.

Bei mir wurde das Lied am 4. Adventssonntag leider weggestrichen (zugunsten von Wachet auf - was ich eigentlich eher mit dem Beginn des Advents verbinde, gegen Ende passen doch besser die "marianischen" Adventslieder als die "endzeitlichen"...)

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, manchmal wundert man sich auch über das ausgewählte Liedgut. Mit Ernst, o Menschenkinder hab ich dieses Jahr überhaupt nur einmal gehört (geschweige denn gesungen, war zur Gabenbereitung). Dafür haben wir dieses Jahr immerhin auch nicht das sonst wegen seiner Kürze als Schlußlied beliebte Ecce Dominus so oft gesungen, bis es jedem zum Hals raushing. Auch was.

In der Messe oben hat der Organist übrigens genau die Verse Glanz strahlt von der Krippe auf weggelassen, den er gerade an diesem Tag hätte spielen können. Dafür hätte ich ihn würgen mögen.

Über das, was du oben geschrieben hast, denke ich ähnlich: man arbeitet sich mit dem Liedgut vielleicht auch so ein wenig an den Kerzen bzw. Sonntagsevangelien entlang, am Anfang Bußgesinnung, später Johannes, dann die heilige Jungfrau.

Braut des Lammes hat gesagt…

Jeanne, danke für deine guten Wünsche. So vorbildlich finde ich mich immer gar nicht.

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